Bezüglich der Ermittlungen der Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft Hof wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung gegen vier Verantwortliche beim FC Sand steht nun fest, dass es nicht zu einer Hauptverhandlung kommen wird. Das teilte der Pressesprecher und Richter am Amtsgericht Hof, Hubert Pürner, mit.

Nachdem das Verfahren gegen drei der beteiligten Personen gegen eine Geldauflage eingestellt worden war, hatte die Justizbehörde vor knapp zwei Wochen mitgeteilt, dass gegen die vierte Person ein Strafbefehl durch das Amtsgericht Hof wegen 14 Fällen der Steuerhinterziehung erlassen worden war. Der Strafbefehl war auf 240 Tagessätze zu je 40 Euro festgesetzt (gesamt 9600 Euro). Dagegen legte die Person, die unseren Recherchen zufolge der aktuellen Führungsriege des Vereins angehört, Einspruch ein. Allerdings beschränkt auf die Höhe der Tagessätze. Die Tagessatzhöhe wurde nun vom Gericht auf 20 Euro reduziert.


Gesetzliche Rechtsmittelfrist

Bei einem allgemeinen Einspruch hätte es zur gerichtlichen Hauptverhandlung kommen können, so aber werden laut Pürner der Schuldspruch sowie die Tagessatzanzahl aus dem Strafbefehl rechtskräftig. "Einzig die Bemessung der Tagessatzhöhe auf 20 Euro ist bisher nicht rechtskräftig, hier läuft gegenwärtig die gesetzliche Rechtsmittelfrist", erklärt der Richter. Ein Strafbefehl ist im Prinzip ein verkürztes juristisches Verfahren, bei dem es nicht zu einer gerichtlichen Hauptverhandlung kommt, sofern kein Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt wird. Ein rechtskräftiger Strafbefehl entspricht einem Gerichtsurteil.

Von Seiten des FC Sand wurde kommuniziert, dass es sich bei den Verfahren gegen die vier Personen um privatrechtliche Angelegenheiten handle, die mit der Vereinsarbeit nichts zu tun hätten. Es besteht aber seitens des FC gegenüber dem Finanzamt offensichtlich eine Steuerschuld, über deren Höhe unserer Zeitung nichts bekannt ist. Der Verein befindet sich nach Auskunft des FC-Vorstands von vor einigen Wochen deswegen in Verhandlungen mit dem Finanzamt. al