Die verblüfften Lehrkräfte verließen mit ihren Schülern geordnet und in beachtlich kurzer Zeit das Schulhaus, um sich zum Zählappell auf dem Sammelplatz einzufinden. Zeitgleich erreichte ein Löschfahrzeug mit sieben Einsatzkräften die "Brandstätte".

Sofort wurden alle Vorbereitungen für die Löscharbeiten getroffen: Brandherd suchen, Schläuche ausrollen, Arbeitsaufträge verteilen. Während von dem ersten Einsatztrupp die Meldung "Feuer gelöscht" an den Kommandanten und Wehrführer Markus Hofmann abgesetzt worden war, machten sich die beiden Atemschutzträger Tobias Vollert und Daniel Ultsch auf den Weg, um die noch vermisste Klassleiterin Tanja Porzelt und deren Schülerin Melina Bernstein zu suchen. Im Altbau wurden die beiden Feuerwehrleute fündig und brachten zunächst die erwachsene Person in Sicherheit. Auch die "verängstigte" Schülerin, die regungslos in einem Eck des WTG- und Schulgartenraums kauerte, war alsbald entdeckt und mittels einer Krankentrage in den Außenbereich gebracht. Dort empfingen die Klassenkameraden jubelnd und applaudierend ihre Mitschülerin.

Kommandant Hofmann erklärte danach den Drittklässlern i die Aufgaben der Feuerwehr. Schließlich durften die Schüler noch testen, wie weit und wie lange man mit dem vollen 600-Liter-Tank spritzen kann. jf