UntersteinbachMit einem Kirchweihumzug und zahlreichen anderen Aktivitäten, wie dem Aufstellen des Kirchweihbaumes am Samstag, feierten die Untersteinbacher am Wochenende ihre Kirchweih.
Etliche der Ortsvereine erfreuten das Publikum am Straßenrand beim Kirchweihumzug mit ihren ideenreichen Beiträgen. Mit acht Wagen und Fußgängergruppen - einschließlich der Blaskapelle "Rauhe Ebrach" - nahmen sie das jüngste Ortsgeschehen kräftig "aufs Korn".


Ganz in Weiß

So hatte der Fischerverein Rauhenebrach einen Wagen gebastelt, der aus lauter weißen Papier- Tischtüchern bestand, während die Angler selbst samt ihren Angelruten in Weiß gehüllt waren.
An der Seite des Wagens hatten sie ein Transparent angebracht, das die Aufschrift trug: "Jedes Jahr der gleiche Scheiß ... heuer bleibt der Wagen weiß....!!!" Die Spielvereinigung Untersteinbach hatte auf ihrem Wagen die Meister- Mannschaft der U-11-Junioren samt Trainer und Betreuerinnen versammelt. Mit dem Spruch: "Wir sind Meister, ....und was seid ihr ...?!"taten die Kicker dem Publikum kund, dass sie die Besten in ihrer Gruppe waren. Der Siedlerverein präsentierte sich mit einer umweltfreundlichen Fußgruppe, wobei er ein Kind in einer Schubkarre transportierte, die man als "Öko-Taxi" deklariert hatte. Die Feuerwehr führte ein selbstgebasteltes Feuerwehrauto im Zug mit, auf dem sie unter dem Einsatz von Blaulicht und Martinshorn demonstrierte, dass sie heuer während der anhaltenden Hitze- Periode so gut wie keine Einsätze hatten, obwohl stets hohe Waldbrandgefahr bestand. Die Kerwa-Jugend präsentierte sich mit einer Damen-Fußgruppe, deren Mitglieder sich mit dicken Bäuchen ausgestattet hatten und als schwangere Frauen auftraten. So versuchte die Gruppe, das Phänomen des plötzlichen Baby-Booms" in Untersteinbach mit der im Ort grassierenden "Kugerl-Grippe" zu erklären. Der Frauen - Stammtisch zeigte ebenfalls mit einer Fußgruppe, deren Darsteller als Rentner und "Fußkranke" verkleidet waren, eine "Horror- Vision" auf. Die Akteure stellten bildhaft dar, wie der Kirchweihumzug im Jahre 2050 aussehen wird, wenn - bedingt durch die demographische Entwicklung - nur noch die "Alten" teilnehmen. Der Kindergarten Untersteinbach nahm ebenfalls mit einer Fußgruppe teil. Die Kinder und die Erzieherinnen präsentierten sich dabei als Wassertropfen, ohne die es keinen Regen geben würde.
Natürlich durften auch die Hexen mit ihren Furcht erregenden Masken und Besen nicht fehlen. Für die Absicherung und Verkehrsregelung während des Umzuges sorgte in altbewährter Weise die Freiwillige Feuerwehr Wustviel. Musikalisch wurde der Umzug von der Blaskapelle "Rauhe Ebrach" begleitet bzw. umrahmt. Im Anschluss an den Umzug gab es für die zahlreichen Kirchweih- Besucher noch ein Stelldichein am Bauhof, wobei der Hahnenschlag durchgeführt wurde. Unter der fachkundigen Anleitung der Kerwas- Burschen Roland Schuck und Karl Zimmermann mussten aus dem Publikum ausgewählte Damen versuchen, mittels eines Dreschflegels einen leeren Bierkrug als "symbolischen Hahn" mit verbundenen Augen zu treffen. Nach einigen Fehlversuchen
anderer Kandidatinnen gelang es schließlich Lydia Hessenauer aus Obersteinbach, den "Hahn" zu treffen und so den ersten Preis mit nach Hause zu nehmen.
Auch die Kirchweihpredigt durfte nicht fehlen. Sie wurde von Carmen Diroll und Vanessa Pfeufer in gewohnt deftiger Weise vorgetragen. Bei der Prämierung der Kirchweihwägen belegte der Frauenstammtisch mit seinen "Oldies" den ersten Platz (100 Liter Bier). Auf Platz zwei kam der Fischerverein Rauhenebrach. Der dritte Platz ging an die Nachwuchs-Kicker der SpVgg Untersteinbach. Beim geselligen Beisammensein sorgte das Stimmungs-Duo "Tutti - Frutti" für Unterhaltungsmusik