Rockmusik der verschiedensten Stilrichtungen präsentierte am Samstag die Musikinitiative Haßberge. Beim "Rock Check" der IG Rock Unterfranken traten insgesamt fünf Bands auf, um das Publikum im Rudolf-Winkler-Haus zu begeistern. Das jährliche Band-Festival findet an wechselnden Veranstaltungsorten statt, wobei neben der Musikinitiative Haßberge auch der Rockverband Schweinfurt, die Würzburger Rockgemeinschaft WÜRG, die Musikinitiative Hammelburg sowie die Vereine "frequency9" aus Bad Königshofen und die "initiative for music and youth culture nes" aus Bad Neustadt Bands entsenden.

Lokalmatador war in diesem Jahr "Fun Goth", eine Band aus Sylbach, die ihren Musikstil als etwas, was es kein zweites Mal auf diesem Planeten gibt, beschreibt. Die Musiker rund um Sänger Klausi Hofmann erhielten großen Beifall für ihren klassischen Drei-Akkorde-Punkrock und wurden nicht ohne eine Zugabe von der Bühne gelassen. Mit Coversongs, aber auch eigenen Liedern mit sozialkritischen bis völlig sinnbefreiten Texten war beste Unterhaltung garantiert.

Einen Gastauftritt bei "Fun Goth" hatte Jule Feldner. Die junge Sängerin und Gitarristin, die auch in der Band "Looking Down The Barrel" aktiv ist, verstand es hervorragend, mit ihrer Stimme die Punkrocker zu ergänzen.

Akustik Rock, Pop und Folk gab es von "The Draamatix" zu hören". Die vierköpfige Band aus Aub bei Bad Königshofen hatte von groovig-rockig bis melancholisch-verträumt für jedes Gemüt die passenden Töne auf Lager. Dabei waren Saiteninstrumente von der Ukulele über Akustikgitarren bis hin zum Kontrabass mit von der Partie.

Aus Würzburg kamen "Sero2nine". Sie boten straighten Rock, wie es ihn heute viel zu selten gibt. Ein wenig Faith No More, ein Schuss Black Sabbath, die Röhre von Motörhead, abgerundet mit der Milde von Blackmail - die Würzburger haben ihren ganz eigenen Stil gefunden und boten Rock vom Feinsten mit einer wohldosierten Prise Heavy Metal.

Als maximaler Kontrast zu Alternative Rock und Metalcore entsendete die Musikinitiative aus Bad Neustadt den jungen Künstler "Evry Child". Das Soloprojekt von Oliver Trabert wurde erst im Sommer 2018 gegründet. Der junge Singer und Songwriter präsentierte bei seinem ersten Auftritt überhaupt stimmungsvolle Songs aus dem Alternative/Emo-Bereich.

Ungleich härter und lauter wurde es mit "Turn the Course" vom Rockverband aus Schweinfurt. Seit 2014 steht die Band für harte Riffs, schnelle Drums, powervolle Breakdowns und sinnestiefe Texte. "Post-Metalcore" nennt die Band, die sich aktuell auf "No One Can Save Us"-Tour zur gleichnamigen im April erschienenen EP befindet, diesen Stil. Neben Auftritten unter anderem in der Slowakei und in Tschechien führte die aktuelle Tournee das Quintett auch nach Zeil.