Bei dem mit annähernd 25 000 Liter Milch beladenen Sattelzug aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld wurde laut Bericht der Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck festgestellt, dass der Fahrer erheblich zu schnell auf der Bundesstraße unterwegs war.
Beim Auslesen der Daten seines digitalen Kontrollgerätes kam zum Vorschein, dass er zudem seit mehreren Monaten jeden Tag den Sattelzug fuhr und in den letzten 28 Tagen seine vorgeschriebenen Ruhezeiten nicht einhielt. Für ihn war die Fahrt sofort beendet. "Die Weiterfahrt musste untersagt werden," schreiben die Beamten. Den Fahrer erwarten nun ein Bußgeld von etwa 3000 Euro und drei Punkte in Flensburg. Erst nachdem ein Ersatzfahrer zur Kontrollstelle kam, konnte die frische Milch zur Molkerei gefahren werden.

80 Lkws kontrolliert


Zwischen 12 und 16 Uhr zogen die Beamten insgesamt über 80 Fahrzeuge aus dem Verkehr, um diese zu kontrollieren. Sie waren dazu mit großem Aufgebot angetreten; beteiligt waren die Verkehrspolizei Schweinfurt-Werneck, die Inspektionen Haßfurt und Ebern, die Polizeistation Bad Königshofen und der Operative Ergänzungsdienst (OED) Schweinfurt sowie das Bundesamt für Güterverkehr.
Bei 16 Verkehrsteilnehmern waren, wie die Verkehrspolizeiinspektion gestern mitteilte, die von der Polizei aufgedeckten Verkehrsverstöße so gravierend, dass Anzeige erstattet werden musste. Weitere zwei Fahrer konnten ihre Verwarnungen an Ort und Stelle bezahlen. Bei einem Fahrer musste die Weiterfahrt unterbunden werden, da seine Ladung nur mangelhaft gesichert war.
Einen weiteren Brummi-Fahrer erwartet den Angaben zufolge eine hohe Geldbuße und ein Fahrverbot, weil er die für sein Fahrzeug geltende höchst zulässige Geschwindigkeit von 60 Stundenkilometern um über 40 Sachen überschritten hatte.