Das Friedhofswesen ändert sich und der gesellschaftliche Wandel gibt auch der Trauerkultur neues Gepräge. Dieser Umbruch bietet laut Schneider Chancen, "den Friedhof als Spiegelbild unserer Gesellschaft" neu zu definieren.


"Aufenthaltsfreundliche" Orte

Friedhöfe sollten, so die Intention des Wettbewerbs, Stellenwert als kultureller und aufenthaltsfreundlicher Mittelpunktes im Ort erhalten und nicht mehr nur als Raum der Toten angesehen werden, der dem Trauern und Gedenken vorenthalten bleibt. Deshalb gelte es, das funktionale und ästhetisch unbefriedigende Bild aufzulösen, das viele Friedhöfe aus den 1960er- und 70er-Jahren präge.

Die Bemühungen der Friedhofsträger, Traditionen und überlieferte künstlerische und handwerkliche Werte einer Region zu bewahren, seien wichtig. Immer mehr Menschen bevorzugten aber naturnahe Orte als letzte Ruhestätte.