Das Schulamt kümmert sich um die Grund- und Mittelschulen (Hauptschulen). Der Zuständigkeitsbereich der Behörde umfasst das Gebiet des Landkreises Haßberge.

Im neuen Schuljahr, das am Donnerstag begonnen hat, werden an den 24 Volksschulen (15 Grundschulen und neun Mittelschulen) sowie der Freien Waldorfschule Haßfurt insgesamt 4557 Buben und Mädchen in 217 Klassen (davon vier Klassen in der Grundschule der Waldorfschule) unterrichtet. Zum Vergleich: Im Vorjahr besuchten 4730 Schülerinnen und Schüler 222 Klassen.

Aufgeteilt: 2881 (im Vorjahr: 3007) Grundschüler gehen in 135 Klassen (Vorjahr: 137 Klassen). 1676 (Vorjahr: 1723) Mittelschüler werden in 82 (Vorjahr: 85 Klassen) beschult.

Die Zahl der Schulanfänger ist mit 715 Kindern, verglichen mit dem vergangenen Schuljahr (709), um sechs Schüler leicht angestiegen, wie das Schulamt weiter informierte. Insgesamt beziffert sich die Abnahme der Schülerzahl in der Grundschule wie im Vorjahr auf 126 Kinder. Die rückläufige Tendenz setzt sich auch an den Mittelschulen fort, ist laut Behörde "aber weniger ausgeprägt als prognostiziert": 47 Schüler weniger.

Weniger Geburten


Für die Entwicklung an den Grund- und Hauptschulen macht das Schulamt den allgemeinen Geburtenschwund verantwortlich. Die Übertrittszahlen an Realschulen mit 35,8 Prozent (Vorjahr 36,2 Prozent) sowie an Gymnasien mit 33,6 Prozent (Vorjahr 33,4 Prozent) sind nahezu konstant geblieben. Insgesamt ist die Übertrittsquote aus der vierten Klasse von 69,7 Prozent im Vorjahr auf 69,5 Prozent im Jahr 2012 also wieder leicht gesunken. Aus der fünften Klasse hat sich mit 4,7 Prozent an Realschulen (ans Gymnasium gab es keinen Übertritt mehr) die Übertrittsquote noch einmal verringert.

Die durchschnittliche Schülerzahl pro Klasse liegt heuer annähernd gleichbleibend in den Grundschulen bei 21,47 (Vorjahr 22,01) und in den Mittelschulen bei 20,44 (im Vorjahr 20,27). Konkret bedeutet dies den Angaben zufolge, dass im Bereich des Staatlichen Schulamtes Haßberge "keine Klassen über der Höchstgrenze von 28 Schülern in Jahrgangsstufe eins, zwei und drei sowie 29 Schülern in den Jahrgangsstufen vier bis neun gebildet wurden. "Erfreulicherweise" betrage die Klassenstärke bei 53 Prozent der Mittelschulklassen weniger als 20 Schüler, bei den Grundschulklassen seien dies 37 Prozent, erklärt die Direktorin des Schulamtes, Ulrike Brech.

Gemischte Klassen


Die Grundschule in Ebern, Außenstelle Rentweinsdorf, bietet heuer erstmalig eine jahrgangsgemischte Klasse in den Jahrgangsstufen eins und zwei an. Damit werden im Kreis Haßberge im neuen Schuljahr insgesamt sieben jahrgangsgemischte Klassen in den ersten beiden Jahrgängen beschult, drei in Oberaurach und jeweils eine in Ebern, Theres und Untermerzbach. In Burgpreppach sind heuer Jahrgangsstufen drei und vier gemischt.

Auf dem richtigen Weg sieht das Schulamt die Hauptschulen. "Unsere drei Mittelschulverbünde haben sich bewährt und wachsen zusammen", freut sich die Schulrätin Ulrike Brech.

Ausgebaut wird an Grund- und Mittelschulen die Ganztagsarbeit. Weitere Klassen kommen im neuen Schuljahr hinzu.