Der Marswald-Spielplatz zwischen Oberschleichach und Zell soll zu neuem Leben erweckt werden. Das wollen die Gemeinden Oberaurach und Knetzgau, der Landkreis und der Forstbetrieb Ebrach, der für den Staatsforst bis an die Mainlinie zuständig ist. Sie alle haben sich schon bisher gemeinsam um diesen Spielplatz gekümmert und wollen das auch weiterhin tun. Das war die übereinstimmende Meinung in einer gemeinsamen Sitzung der Bauausschüsse der beiden Gemeinderäte mit Vertretern von Landratsamt und Forst.


Vor über 40 Jahren eröffnet

1973 wurde der Abenteuerspielplatz Marswald eröffnet und zu einem Treffpunkt von Familien weit über Oberaurach und Knetzgau hinaus. Die idyllische Lage am Waldrand zwischen den beiden Orten Zell (Gemeinde Knetzgau) und Oberschleichach (Gemeinde Oberaurach) sowie die Holz-Spielgeräte fanden schnell eine große Fangemeinde.
Errichtet wurde der Spielplatz von der bayerischen Staatsforstverwaltung; bei dem Gelände handelte es sich damals um gemeindefreies Gebiet. Deshalb kümmerten sich abwechselnd die Gemeinden Knetzgau und Oberaurach um die Pflege.

Mittlerweile fand eine Bereinigung der gemeindefreien Gebiete statt und das Gebiet wurde der Gemarkung Knetzgau zugeschlagen. Die Gemeinde Knetzgau erklärte im Frühjahr allerdings, dass sie den Unterhalt nicht mehr leisten kann. Landrat Wilhelm Schneider (CSU), den beiden Bürgermeistern Stefan Paulus (CWG, SPD) und Thomas Sechser (CSU) sowie den Staatsforsten liegt der Fortbestand des Spielplatzes jedoch sehr am Herzen, deshalb wurde die gemeinsame Sitzung beider Bauausschüsse angesetzt. Daniel Steuer, der stellvertretende Leiter des Forstbetriebs Ebrach, informierte die Gemeinderatsmitglieder, dass die Staatsforsten Fördermittel aus den so genannten "besonderen Gemeinwohlleistungen" beantragen könnten, wenn ein gutes Konzept für eine Neugestaltung des Spielplatzes eingereicht wird.

Schnell war Einigkeit erzielt, dass eine Arbeitsgruppe, in die auch das Umweltbildungszentrum in Oberschleichach einbezogen wird, ein solches Konzept erarbeiten soll. Nachdem die Staatsforsten die Investition übernehmen würden, sollte es kein Problem sein, zwischen den beiden Gemeinden und dem Landratsamt eine Regelung zum dauernden Unterhalt zu finden, lautete die übereinstimmende Meinung der Anwesenden. Winfried Seufert (Landratsamt) erklärte, dass seine Behörde die monatliche Sicherheitsüberprüfung der Spielgeräte übernehmen könnte, wenn sich die Gemeindebauhöfe um das Mähen und kleinere Unterhaltsarbeiten kümmern.


Konzept und Förderung

Im Januar soll das Konzept erarbeitet werden. Die Förderanträge können Mitte des Jahres 2016 gestellt werden.
Der Spielplatz, der zuletzt Mitte der 1990er-Jahre mit neuen Geräten ausgestattet wurde, erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit, auch wenn er mit der Abenteuerlandschaft der 1970er-Jahre nicht mehr viel gemein hat. "Das Meiste von damals würde heute wohl auch den Sicherheitsstandards nicht mehr entsprechen, aber wir waren fast jeden Tag hier", stellten Gemeinderäte mit Blick auf die eigene Jugendzeit fest.