Die Regierung von Unterfranken und die Stadt Ebern schaffen einen Ort der Begegnung: einen neuen Spielplatz im ehemaligen Bundeswehrgelände, wo die Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber und Flüchtlinge untergebracht ist.


Fünf Geräte

Mitarbeiter des Bauhofs haben die Spielgeräte im Bereich "Alte Kaserne" aufgestellt. Der Spielbereich mit fünf Geräten befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Frauengrundhalle und zur Gemeinschaftsunterkunft. "Die Lage ist optimal", findet Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD): "Dort ist der Spielbereich für alle nutzbar. Für Mieter, die die Frauengrundhalle bei einer Veranstaltung nutzen, und auch für die Kinder aus der Asylbewerberunterkunft." Wie es bei der Eröffnung des Spielplatzes am Dienstag hieß, wurden die Geräte zum Teil von der Regierung gespendet, zum Teil vom Bauhof selbst hergestellt. Robert Stoppa, Mitarbeiter der Regierung und Leiter der Gemeinschaftsunterkunft in Ebern, lobte die Zusammenarbeit mit dem Bauhof als "perfekt".


In zwei Gebäuden

Im September 2014 hatten die ersten Flüchtlinge und Asylbewerber die Gemeinschaftsunterkunft in der Alten Kaserne bezogen. Derzeit leben 100 Menschen aus Syrien, Afghanistan, Somalia, Äthiopien, der Ukraine und Vietnam in zwei Gebäuden auf dem Gelände. Eine dritte Einrichtung, die seit mehreren Monaten als Notunterkunft vom Landratsamt Haßberge betrieben wurde und sich in einem weiteren früheren Bundeswehrgebäude befand, das heute einem Unternehmer gehört, wurde vor wenigen Tagen aufgelöst. Dass dort in naher Zukunft wieder Flüchtlinge untergebracht werden sollen, ist laut Bürgermeister nicht geplant.


Freiwillige Helfer

Vom ersten Tag an kümmern sich viele Ehrenamtliche aus dem Asylhelferkreis um die Menschen aus den Krisen- und Kriegsgebieten dieser Welt. Auch in Sachen Kinderbetreuung wurde bereits einiges auf die Beine gestellt. Dank des Spielplatzes müssen die Kinder nicht mehr auf der Straße spielen und können sich an einem sicheren und kindergerechten Ort austoben. Der Bürgermeister sagte: "Wir freuen uns, wenn viele Familien aus dem Stadtgebiet den Spielplatz nutzen. Er schafft Nähe zwischen den Ebernern und unseren Neubürgern."