Schöner und einheitlicher, so will sich Kottendorf demnächst seinen Bewohnern und Besuchern präsentieren. Die Ortsdurchfahrt, die Staatsstraße 2281, soll noch in diesem Jahr ausgebaut werden. In den nächsten Wochen dürften schon die Bagger rollen. Bis zum Herbst soll auf rund 900 Metern von der Hasenmühle bis zum Förstersgrund eine gleichmäßig sechs Meter breite, übersichtliche Fahrbahn entstehen. Im Ort selbst kommt noch auf rund 200 Metern auf der von Süden aus gesehenen rechten Seite ein 1,50 Meter breiter Gehweg hinzu.

Das alles besprachen die Kottendorfer im Gebäude des Wasserzweckverbands mit Manfred Rott, dem Abteilungsleiter für den Landkreis Haßberge im Staatlichen Straßenbauamt Schweinfurt, seinem Bauleiter vor Ort Ruppert Streit, Hans-Joachim Bandt und Joachim Schilling vom Planungsbüro, Bürgermeisterin Gertrud Bühl und einigen Gemeinderäten in aller
Ausführlichkeit.


"Da kommt es nicht auf 1000 Euro an"

Die Straße und der Gehweg sollen solide sein und lange halten. Das war den Bürgern am Wichtigsten. "Da kommt es auch nicht auf 1000 Euro an", brachte es ein Anwohner auf den Punkt, auch wenn die Menschen natürlich wissen, dass sie rund 55 Prozent der Gehwegkosten selbst tragen müssen.

"Die Kottendorfer wollen den Ausbau", ist sich die Bürgermeisterin sicher. Schon vor einem Jahr, als sie die Grundstücksverhandlungen führte, konnte sie die Aufbruchsstimmung spüren. Alle waren bereit, abzugeben, denn die Straße muss natürlich an vielen Stellen ein bisschen verändert werden, damit sie den heutigen Ansprüchen an Übersichtlichkeit und der neuen größeren Fahrbahnbreite genügt. Ob Pflaster oder Asphalt kommt und aus welchen Material die Randsteine beschaffen sein sollen, wird sehr wahrscheinlich noch am Wochenende ausgewählt.

Die Anlieger, die auch sehr zahlreich gekommen waren, hatten dennoch viele Fragen und Anregungen. Eines der Hauptthemen waren die Lampen. Bisher wird die Straße mit den sparsamen, aber hellen Peitschenleuchten ausgeleuchtet. Die Kottendorfer wünschen sich aber mehr die kleineren, nostalgischen LED-Leuchten wie sie auch im Bereich der erst vor wenigen Jahren sanierten Kirche aufgestellt worden sind. Auch das massive Steinkreuz an der Staatsstraße sollte im Zuge des Ausbaus versetzt werden, sonst würde die Gehwegbreite leiden. Der direkte Anlieger signalisierte schon am Abend, dass er bereit sei, ein Stückchen seines Grundes dafür abzugeben.

Neuer Weg zum Friedhof

Natürlich war auch der Weg zum etwas außerhalb des Ortes liegenden Friedhofs ein zentraler Punkt. Hier soll ein neuer Fußweg oberhalb der Straße, also auf der Friedhofsseite, angelegt werden, wünschten sich die Bürger. Das dürfte auch in der nächsten Gemeinderatssitzung besprochen werden, denn hier müsste die Kommune die Kosten tragen. Weiter soll ein Leerrohr für den Breitbandausbau hineingelegt werden und die Berechnung für das geplante Nahwärmenetz und damit die Entscheidung, ob die Idee praktikabel ist, dürfte auch noch in diesem Monat stehen, so die Bürgermeisterin.

Der Ausbau der Staatstraße werde ein Vollausbau, aber auf einer etwas kostengünstigeren Basis sein, informierte Rott. Da die Strecke wenig benutzt werde, versuche das Amt, gut erhaltene bisherige Teile im Unterbau weiter zu nutzen. In manchen Bereichen, etwa an der unübersichtlichen Kurve am Förstersgrund, sei aber wegen der Verkehrssicherheit mehr Arbeit nötig. Hier werde sogar ein Teil des Waldes entfernt werden müssen.

Die Kosten für den Gehweg werden zwischen der Gemeinde und den Anliegern geteilt, wobei die Gemeinde mit 45 Prozent etwas weniger bezahlen muss.