"Wie das Leben gehört auch das Sterben zu uns und unserer Kultur." Mit den Worten unterstrich Bürgermeister Alfons Hartlieb die Bedeutung der Veranstaltung. Am Sonntag fand die Einweihung der Erweiterungsfläche des Stettfelder Friedhofs statt. Beim Annafest der Pfarrei nahmen sich die Besucher des Festaktes bewusst die Zeit innezuhalten.
Das Erweiterungsareal auf dem Gebiet des ehemaligen Pfarrgartens bietet Platz für 32 Familien- und 35 Urnengräber. Einen besonderen Punkt bildet die neu gestaltete Mariengrotte an der ebenfalls restaurierten Wehrmauer.
Die Lourdes-Madonna, die darin ihren Platz fand, war früher an der Annakapelle zu finden, dann aber jahrelang eingelagert worden. Nun erstrahlt sie in frischem Glanz und bildet mit der Ruhebank und dem neugepflanzten Baum einen Ort der Stille und Einkehr für die Besucher des Gottesackers.
Pfarrer Matthias Rusin erteilte dem neuen Friedhof den kirchlichen Segen, mit Weihrauch und Weihwasser besprengte er das Friedhofskreuz und die Grotte. Ein gemeinsam gebetetes "Vaterunser" schloss die Zeremonie auf dem Friedhof, ehe in der Pfarrkirche zu Ehren der Heiligen Anna eine Dankandacht gefeiert wurde, die der Kinderchor umrahmte. Das Annafest war verbunden mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche und dem Pfarrfest rund um die Kirche.