Wichtige gartenbauliche Themen für die Praxis hatten die beiden Kreisfachberater Johan-nes Bayer und Guntram Ulsamer vom Landratsamt Haßberge zusammengestellt, um auf Ideen für die Gestaltung des öffentlichen Grüns hinzuweisen.

Dem fachgerechten Gehölzschnitt widmeten sich die Fachleute im praktischen Teil am Nachmittag. Das Interesse der Gemeindearbeiter war laut Landratsamt groß. 35 Mitarbeiter aus 15 Gemeinden im Landkreis waren anwesend, um sich von den Fachberatern und weiteren Experten informieren zu lassen.
Zu Beginn der Fortbildung stimmte Guntram Ulsamer die Teilnehmer mit einem Beitrag zur Gestaltung und Pflege von öffentlichen Grünflächen ein. Er wies auf den gestalterischen Anspruch hin und ging auf die abzusehenden Veränderungen durch den Klimawandel ein, die einen erhöhten langfristigen Pflegebedarf beanspruchen.
Ein weiterer Block bildete der Erfahrungsaustausch aus den Kommunen. Hier referierten die beiden Bauhofleiter Christian Raehse aus Ebern und Bastian Hümmer für Knetzgau über Veränderungen in den jeweiligen Kommunen.


Eine Mischung für den Landkreis

In die gleiche Richtung ging das Vortragsthema von Fachberater Johannes Bayer, der über den richtigen Einsatz von blütenreichen Saatgutmischungen referierte, wie das Landratsamt mitteilt. "Eine Ansaat von Blühflächen bietet viele Vorteile. Neben einer optischen Bereicherung sind diese Flächen kostengünstig und pflegeleicht in der Unterhaltung", erklärte Bayer. Eine Besonderheit ist die vom Kreisverband für Gartenbau kreierte Haßberg-Mischung, die im Jahr 2017 zum zweiten Mal ausgegeben wird. Unter dem Motto "Verleihen Sie ihrer Grünanlage Farbe" referierte Gabi Gilch von Verver Export aus den Niederlanden über die Kombination von Blumenzwiebel und Staudenmi-schungen im öffentlichen Grün.

Hierzu böten sich bereits fertig zusammengestellte Staudenpflanzkonzepte an, die sich hervorragend für die Neuanlage von attraktiven und lebendigen Freiflächen eignen. Am Nachmittag widmeten sich die Teilnehmer der fachkundigen Gehölzpflege.


Wenig Lärm mit neuem Gerät

Die Mitarbeiter des landkreiseigenen Grünpflegebetriebes zeigten den fachgerechten Strauchschnitt in einer Grünanlage im Neubaugebiet. Hierbei wurde der Einsatz einer Heckenschere vermieden, da die vergreisten Sträucher durch die Entnahme von Starktrieben verjüngt wurden. Der Einsatz von akkubetriebenen Motor- und Astsägen wurde ebenso gezeigt wie das neue Heißwassergerät des Landkreises zur Wildkrautbekämpfung, der für die Umwelt nur wenig Lärm und Schadstoffe verursacht.

Dem Wunsch der Teilnehmer nach einer Weiterführung des Seminars soll 2018 nachgekommen werden. Schwerpunkte wie der Obstbaumschnitt und die Baumpflanzung sollen dann im Mittelpunkt stehen, wie das Landratsamt bereits jetzt ankündigen konnte. red