Am Samstag fand in der Rudolf-Mett-Halle in Königsberg der vom Verband landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen Haßberge organisierte Winterball der Landwirte statt. Der große Saal der Stadthalle war voll besetzt.

Der erste Ball im Jahr


Da drängt sich dem Beobachter die Frage auf: Was ist eigentlich das Besondere an dem Ball? Sind es die verschiedenen Attraktionen wie ein Begrüßungstrunk, die ausgezeichnete Kapelle, die gute Bewirtung oder ein fantastisches Eisbuffet zu vorgerückter Stunde? Eine Antwort darauf gab am Samstag Hans Hetzel aus Oberschwappach: "Es ist der erste Ball im Jahr. Man trifft hier lauter nette Leute, und kann in einer angenehmen Atmosphäre zu einer guten Musik schön tanzen."
Schmunzelnd fügt er hinzu, dass er den Winterball der Landwirte regelmäßig besucht, mit einer kleinen Einschränkung: "Nur dann nicht, wenn er mit dem CSU-Ball zusammenfällt."

Vor 50 Jahren...


Auch für Rudolf und Angelika Sauer aus Lendershausen ist dieser Ball etwas Besonderes. Denn vor 50 Jahren haben sie sich auf einem der ersten Winterbälle, damals im Wildbadsaal in Haßfurt, kennen gelernt. "Es war Liebe auf den ersten Blick", erzählen beide übereinstimmend, und Angelika Sauer, seinerzeit hieß sie mit Nachnamen noch Keck, ergänzt schelmisch: "Eigentlich hätte ich als Krankenschwesterschülerin in Haßfurt keinen Ausgang gehabt. Aber mein Bruder hatte an diesem Tag Geburtstag." Gelandet ist sie dann auf dem besagten Winterball, der ihren weiteren Lebenslauf entscheidend verändert hat. Dass Rudolf Sauer später 40 Jahre an der Kasse des Winterballs saß und den Eintritt kassierte, das soll nicht unerwähnt bleiben.
Diese Lebensgeschichte vertieft Blanca Kettler aus Hellingen: "Freunde und Bekannte werden in einer schönen Gemeinschaft älter".

Bis in den Morgen hinein


So ist es verständlich, dass der Ball am Samstag nicht allzu bald endete und die Tänzerinnen und Tänzer bis früh in den Sonntagmorgen zu den Klängen des Kohlmann-Trios aus Neumarkt die Tanzbeine schwangen.