"Sie sollten Aufgaben machen, die einem Spaß bereiten." Ihr Tipp klingt einfach. Lea Hofmann selbst hat den Spaß an der Mathematik längst gefunden. Mathematik liegt der 13-Jährigen im Blut. Dass sie beim "Känguru-Wettbewerb" Mitte April im Haßfurter Regiomontanus-Gymnasium am Start war, versteht sich von selbst.
Denn Lea hatte im Vorjahr als erste Teilnehmerin überhaupt 120 von 120 möglichen Punkten erreicht. Nun nun ergatterte sie erneut einen Preis - das war klar. Zwar landete die Königsbergerin bei ihrer dritten Teilnahme hinter dem Sieger Tony Oehm (Sylbach) aus der Parallelklasse 7f "nur" auf dem zweiten Platz. Aber das fand sie nicht so schlimm.
Hauptsache erfolgreich bei diesem Mathematik-Wettbewerb - der übrigens vor 34 Jahren in Australien ins Leben gerufen worden ist und seit 1998 in Deutschland läuft.

32 Preisträger geehrt

Mathematiklehrerin Andrea Schellmann, die vom "schönsten Moment im ganzen Känguru-Jahr" sprach, überreichte bei der Siegerehrung am Montagmorgen im rappelvollen "Silberfisch" mit Martin Oberleitner von der Schulleitung Preise. Von den 505 teilnehmenden Schülern aus 40 Klassen erhielten 32 ein Buch, einen Experimentierkasten, ein Gesellschaftsspiel oder ein Puzzle. "Es ist toll, dass so viel Schülerinnen und Schüler Interesse an der Mathematik zeigen und freiwillig teilgenommen haben", lobte Oberleitner die Jugend. Für ihn liegt dies auch am Reiz der Mathematik. "Es macht ja auch Spaß, zu knobeln", meint er.
Lea Hofmann ist seit der Grundschule gut in Mathematik. "Da habe ich auch schon einmal an einem Wettbewerb teilgenommen und den dritten Platz bekommen", erklärt sie. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Mathematik sie in ihrem Berufsleben begleitet. Immerhin ist das Mädchen in die Spitzenförderung Mathematik aufgenommen mit Seminar, Lernzirkeln und mehr. Sie durfte auf Grund ihrer guten zweiten Runde und des Förderprogramms an drei Tagen in den Faschingsferien sogar die dritte Runde der Mathematikolympiade, die in Würzburg war, mitschreiben.

20 Aufgaben nacheinander richtig

Erneut toll abgeschnitten hat auch Marek Eisenacher (zwölf) aus Schönbrunn, der nach dem ersten Platz vor einem Jahr diesmal auf Platz zwei landete. Der Schüler aus der 6d hatte wie alle anderen Teilnehmer der fünften und sechsten Klassen exakt 75 Minuten für die 24 (ab der siebten Jahrgangsstufe waren es 30) teils sehr kniffligen Aufgaben.

Satte 95 Punkte

120 Punkte (150) ließen sich erreichen. Marek kam auf 95. Ebenso wie Maximilian Linz (Sand) aus der zehnten Jahrgangsstufe sicherte sich Marek neben dem Preis das extra T-Shirt für den größten "Känguru-Sprung". Er löste mit 20 die größte Anzahl aufeinander folgender Aufgaben richtig. Warum macht er so gerne mit? "Es macht Spaß und wir haben eine Stunde keinen Unterricht."

Seit der fünften Klasse dabei

Als "treue und begeisterte Känguru-Teilnehmerin" lobte Andrea Schellmann Julia Krieger aus Zeil, offiziell schon Ex-Schülerin. Am Freitag ist die junge Frau schon als Abiturientin verabschiedet worden, und sie erhielt auch keinen Preis. Doch seit der fünften Klasse ist sie nun acht Mal dabei gewesen. Das, obwohl die künftige Lehramtsstudentin ansonsten in all den Jahren mit Mathematik wenig am Hut hatte. "Ich war immer so mittendrin", betonte Krieger und bezeichnete ihre Abiturprüfung in dem Fach als "okay" Es habe ihr "einfach immer Spaß gemacht mitzumachen. Mein Ziel war nie, Preise zu gewinnen. Dabei sein ist alles", lacht die 18-Jährige.
Schellmann bedankte sich besonders beim Elternbeirat mit Vorsitzendem Marco Heumann sowie beim Herrenhofbund. Sie hatten die Startgelder für die Fünftklässler übernommen.

Erste Erfahrungen gesammelt

"So konnten unsere rund 170 Neulinge gemeinsam mit allen Klassenkameraden erste Erfahrungen in Sachen Mathematik-Wettbewerb sammeln", freute sich die 42-Jährige. Im nächsten Jahr findet der Känguru-Wettbewerb im Haßfurter Gymnasium zum 15. Mal statt. Auf dieses Jubiläum ist nicht nur Andrea Schellmann gespannt.
Ob Lea Hofmann wieder ganz oben in der Siegerliste steht? "Ich weiß nicht, ob ich es schaffe. Ich werde auf alle Fälle mein Bestes geben und versuchen, mein Niveau zu halten", freut sich das Mädchen auf 2014.

Die Preisträger

Erster Preis Franziska Baum (6b) und Tony Oehm (7f).

Zweiter Preis Nathan Schrodt (5e), Ludwig Müller (5e), Maximilian Cortese (5a), Marek Eisenacher (6d), Paula Welsch (7g), Lea Hofmann (7a), Jakob Röder (7f), Simon Brand (7f), Simon Eußner (8g) sowie Felix Buld (8g) und Maximilian Linz aus der Klasse 10a

Dritter Preis Sarah Ulrich (5a), Lena Will (5d), Luca Spath (5d), Merlin Willner (5e), Mary Mantel (5b), Nils Dünninger (6e), Bastian Düring (6c), Jona Schaller (6b), Sophie Schweßinger (7a), Maike Rautner (7b), Sophia Swatschek (7b), Maximilian Diem (7a), Nyke Jährling (7a), Khang Tran (8f), Felix Heigel (8f), Sarah Stengel (8a), Lukas Krines (9e), Markus Krug (9d) sowie Sarah Schaller (Klasse 9b).