Mac Härder präsentierte sich diesmal als der große Checker, der, der sich auskennt, der weiß wo es lang geht. Doch kaum ziehen 50 Jahre ins Land, kommt er als Nachtwächter auf die Bühne und ist fassungslos. Die Welt hat sich so verändert: Fahrradwege wurden durch Rennstrecken für Rollatoren ersetzt, denn es gibt keinen Marathon über 42 Kilometer mehr, sondern nur noch den "Kukidentlauf" über 4,2 Kilometer.

Die Rathaushalle wurde als Altenheim umfunktioniert und die Bundeskanzlerin Merkel ist immer noch an der Macht. "Auch Haßfurt wird sich dafür rüsten müssen", so sein Tipp für die Zukunft.

Vom Nachtwächter zum "Silberpfeil" mit rotem Schuh. Mit diesem Outfit betrachtete er die Radieschen von oben in seinem Programm. Es machte ihm Spaß, mit dem Publikum zu spielen, die auf seine witzigen Gedanken eingingen. Unterbrochen nur, durch das artistische Jonglieren mit Bällen und einem erotischen Tanz, bei dem er nicht nur die Frauen mit Blumen betörte.

Durch demokratische Abstimmung seitens des Publikums erzählte er aus seinem Leben und gestand, dass er jeden Feiertag "gscheid" feiern würde, hätte er nur noch ein Jahr zu leben. Eine Aussage, der viele Gäste beipflichteten. Dann aber wurde die Zuhörerschaft gefordert, denn sei Fränkisch nicht auch mit dem Arabischen zu vergleichen? Die Worte "Värädsd mäs", oder "Bärchamand" standen im Raum, das Rästelraten begann und wurde gelöst.


Härder der Hammer

Dass der Kabarettist die Radieschen noch lange von oben betrachte, dafür kämpfe er, wie er meinte. Aufgebrezelt bis zum Ende gehe er durchs Leben, und er werde alles dafür tun, um eine Scheibe Gelbwurst nicht für das Brillenputztuch zu halten.

Mit großem Applaus wurde er verabschiedet, doch ohne seinen "König von Franken" durfte er nicht gehen. Mit fränkischer Fahne winkte er ins Publikum, und die Besucher waren sich am Ende einig. Der Härder war der Hammer.