Der Genehmigungsbescheid für die Einhausung wurde am 13. Juni an alle Anwohner gesandt, die in einem Radius von 200 Metern um den Betrieb wohnen. Sie müssen eine Klagefrist von vier Wochen einhalten.

Lange schwelte der Konflikt um die Firma Loacker in Wonfurt. Vor zwei Jahren war das Problem öffentlich geworden. Bürger in Wonfurt beschwerten sich, dass Staub, der offenbar mit Schadstoffen belastet ist, aus der Produktion der Recyclingfirma in die Umgebung gelangt ist. Die Wonfurter befürchteten gesundheitliche Auswirkungen.

Bürgerprotest und Messungen

Der Betrieb Loacker recycelt Elektro- und Kabelschrott. Mehrmals ist es im Betrieb zu kleineren Bränden gekommen, die das Problem verschärft haben.

Nach Bürgerprotesten gab es Messungen, die den Verdacht der schädlichen Emissionen teilweise bestätigt haben. Das Landratsamt als Aufsichtsbehörde legte die Produktion still, kurz danach hob das Verwaltungsgericht in Würzburg die Anordnung aus Haßfurt auf. Die Produktion ging weiter, allerdings eingeschränkt. Die Firma selbst bemühte sich um Verbesserungen im technischen Ablauf, die die Kritiker als unzureichend bezeichneten.

In einem Mediationsverfahren einigten sich Loacker, die Gemeinde Wonfurt, Bürgervertreter und das Landratsamt des Kreises Haßberge darauf, den Betrieb einhausen zu lassen. Ende April unterzeichneten die Beteiligten den Genehmigungsbescheid für die Baumaßnahme. Mitte Juni wurde er an die Anwohner rund um den Betrieb versandt.