"Heute schicken wir euch hinaus in die Welt. Packt dafür in euren Koffer Herzlichkeit für eure Mitmenschen, Zuversicht für eure Zukunft und Mut, neue Wege einzuschlagen; aber auch Geduld, wenn etwas länger dauern sollte, und vor allem vertraut auf euch selbst!" Diese Empfehlung gab stellvertretende Schulleiterin Cornelia Heid den Schülern bei der Entlassfeier der Georg-Göpfert-Mittelschule Eltmann, bei der 57 Schüler ihre Zeugnisse in Empfang nahmen.
Am Beginn der Feier stand eine meditative Einführung. Diakon Joachim Stapf legte den Jugendlichen ans Herz: "Ihr habt den Schlüssel zu den Vorgesetzten selbst in der Hand." Oft helfe schon ein freundlicher Gruß am Morgen, guter Wille bei der Arbeit und ein ehrlicher Umgang miteinander.


Appell an die Absolventen

Bürgermeister Michael Ziegler gratulierte auch namens seiner Bürgermeisterkollegen zum erfolgreichen Schulabschluss. Trotz aller Herausforderungen bat er die Absolventen, nicht nur an die berufliche Karriere zu denken, sondern sich auch für die Gesellschaft einzusetzen.
Elternbeiratsvorsitzende Verena Schirling sprach ebenfalls Glückwünsche zu diesem besonderen Tag aus. "Wer etwas vermeiden will, sucht Gründe. Wer etwas erreichen will, sucht dazu Wege", gab sie den Jugendlichen mit auf den Weg.
Konrektorin Cornelia Heid sprach von einem Ergebnis, das sich sehen lassen könne. Von den 41 Neuntklässlern hätten knapp zwei Drittel den qualifizierenden Mittelschulabschluss erreicht, was zeige, dass man schon etwas tun muss und die Prüfung nicht aus der hohlen Hand zaubern kann. In der 10. Klasse hätten sogar alle 16, die angetreten waren, die Prüfung zur Mittleren Reife bestanden.
Die amtierende Schulleiterin stellte heraus, dass es zahlreiche Unternehmer gebe, die sehr gerne Mittelschüler als Auszubildende einstellen. Dabei nannte sie Unternehmer Reinhold Würth. Er sei der Meinung, "dass dies oft tolle junge Leute sind, die mit beiden Füßen auf dem Boden stehen, fleißig sind und sich am Ende toll entwickeln". Auch Würth habe nach der Schule seine Ausbildung im elterlichen Betrieb begonnen, der inzwischen zu einem Weltunternehmen mit 75 000 Beschäftigten geworden sei.
Die Schulband unter Leitung von Toni Martin umrahmte die Feier mit passenden Stücken wie "Geile Zeit", "Irgendetwas bleibt" und "Halleluja". Schüler aus den verschiedenen Klassen sprachen Abschiedsworte an ihre Lehrer und Eltern.


Die weiteren Berufswege

Bei der Zeugnisverteilung kam zum Ausdruck, dass 70 Prozent der Schüler nun eine Berufsausbildung beginnen, andere ihren schulischen Weg über die Fachoberschule, den Übertritt in die M 10 gehen oder vielleicht sogar eine Klasse wiederholen wollen, und nur zwei bis drei in den nächsten Wochen noch auf eine Ausbildungsstelle hoffen. Die anderen gehen ihre Ausbildung vorwiegend als Industrie- oder Anlagenmechaniker, Fachlageristen, Feinwerkmechanikerin oder Bankangestellte an. Auch traditionelle Handwerksberufe wie Friseurin, Bäcker oder Maurer wurden wieder ausgewählt.


Notendurchschnitt von 1,33

Schulbeste in der M 10 mit dem Abschluss der Mittleren Reife war Lena Schierling aus Sand mit einem Notendurchschnitt von 1,33, die nun ihre fünfjährige Ausbildung als Erzieherin beginnt. "Mir war schon von klein auf klar, dass ich einmal etwas mit Kindern oder auch alten Leuten machen will. Gerade, wenn ich mit kleinen Kindern zu tun habe, geht mir das Herz auf", sagt sie ganz spontan zu ihrer Berufswahl, zu der es auch keine anderen Überlegungen gegeben habe. "Ich will einfach etwas mit Menschen zu tun haben und könnte mir gar nicht vorstellen, in einem Büro zu arbeiten. Dort wäre ich einfach nicht ich." Nun beginne sie ihr erstes Jahr im Kindergarten in Sand und ihre Ausbildung an der Fachakademie in Haßfurt.
Die Schulbeste aus den Klassen 9a und 9g war Anna Müller aus Spielhof (Gemeinde Rauhenebrach) mit einem Notendurchschnitt von 1,9. Ihr großer Berufswunsch ist es, einmal Rechtsanwaltsfachangestellte zu werden. Dazu wechselt sie nun in die M 10, um ihre Mittlere Reife zu erreichen.


Die Schulbesten

M 10 Mittlere Reife Lena Schirling, Sand, Notendurschnitt 1,33, Preis der Sparkasse; Johanna Herbst, Koppenwind, 2,1, Preis der Gemeinde Rauhenebrach; Steffen Schlicht, Stettfeld, 2,33, Preis der Stadt Eltmann

Preise für die besten Arbeiten in einzelnen Fächern: Deutsch: Lean Schierling, Sand, Note 2, Preis der Gemeinde Sand; Mathematik: Christine Huberth, Oberschleichach, Note 1, Preis Gemeinde Oberaurach; Englisch: Steffen Schlicht, Stettfeld, Note 1, Preis der Sparkasse; Wirtschaft: Lea Knorr, Sand, Note 2, Preis der Sparkasse; Technik: Alexander Grecksch, Zeil, Note 2, Preis der Raiffeisenbank; Soziales: Lena Schirling, Sand, Note 1, Preis der Flessabank

Qualifizierender Mittelschulabschluss Anna Müller, Rauhenebrach-Spielhof, Note 1,9, Preis der Raiffeisenbank; Paola di Salvo, Zeil, Note 2, Preis der Stadt Eltmann; Franziska Hümmer, Gleisenau, 2,1, Preis der Gemeinde Ebelsbach

Preise für die besten Arbeiten: Deutsch: Alexander Mantzaris, Stettfeld, Note 2, Preis des Elternbeirates; Mathematik: Dejvar Huti, Knetzgau, Note 2, Preis der Flessabank; Englisch: Paola die Salvo, Zeil, Note 1, Preis des Elternbeirates; Wirtschaft: Anna Müller, Rauhenebrach-Spielhof, 1,66, Preis der Sparkasse; Technik: Vitus Wissendheit, Kirchlauter, Note 2, Preis der Firma Witthüser/Dr. Schwarz; Soziales: Franziska Hümmer, Gleisenau, Note 1, Preis der Firma Witthüser/Dr. Schwarz