Hintergrund sind die hohen Konzentrationen an Schadstoffen im Umfeld des Unternehmens, das mit rund 40 Mitarbeitern am Ortsrand von Wonfurt Elektroschrott aufarbeitet. Am Freitag hatte das Landratsamt erste Messergebnisse bekannt gegeben, wonach der Anteil an Schwermetallen, Dioxinen und Furanen in der Luft teilweise erheblich über den Grenzwerten liegt.

Bereits im Sommer vergangenen Jahres hatte es Beschwerden von Anwohnern und Nachbarn über Staubemissionen aus dem Werk gegeben. Und die Befürchtungen wurden laut, der Staub könne mit Schadstoffen belastet sein. Das haben die Messergebnisse jetzt bestätigt.

Rund um die Firma sind zu Beginn des Jahres drei Messstellen installiert worden. Die Resultate vom Freitag sind die ersten zuverlässigen Daten.

In Wonfurt hat sich wegen der Zustände in dem Unternehmen eine Bürgerinitiative gebildet. Sie nennt sich "Lebenswertes Wonfurt" und hatte erst am Samstag den völligen und sofortigen Produktionsstopp verlangt. Das geschieht jetzt laut Anordnung des Landratsamtes.