Das ist ein ungewöhnlicher Schritt in einem außergewöhnlichen Fall: Die "Bürgerversammlung", an sich ein Instrument der Gemeinden, hat das Ziel, die Bevölkerung umfassend aufzuklären und Antworten auf die Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu geben, wie das Landratsamt sagt.
Die Firma Loacker steht im Verdacht, beim Recycling von Elektroschrott Staub in die Umgebung freigesetzt zu haben, der mit Schadstoffen (Schwermetallen) belastet ist. Dazu laufen seit Monaten Untersuchungen.

Experten geben Auskunft


Bei der Versammlung in Wonfurt werden laut Landkreisbehörde unter anderem werden die Vertreter der zuständigen Fachbehörden die bisher vorliegenden Ergebnisse der Immissionsmessungen bewerten und Aussagen darüber treffen, welche Umweltbelastungen von dem Recyclingbetrieb Loacker in der Vergangenheit ausgegangen sind und noch ausgehen. Als kompetente Gesprächspartner stehen der Bevölkerung zur Verfügung: Michael Rössert, Leiter des Referates Abfallwirtschaft am Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU); Eike Roscher, Sachbearbeiter für Umweltmedizin am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie ein Vertreter des Gewerbeaufsichtsamtes.
Mit dabei sind außerdem Staatssekretär Gerhard Eck, Landrat Rudolf Handwerker und Bürgermeister Dieter Zehendner (alle CSU). Moderator der Diskussionsrunde ist Claus Schreiner aus Kürnach