"Eine wahrnehmbare Mehrheit in der Bevölkerung ist nicht für einen Nationalpark", sagte Schweinfurts Landrat Florian Töpper (SPD) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Wilhelm Schneider (CSU), Landrat des Kreises Haßberge, äußerte sich ähnlich. "Wir wollen den Steigerwald mit der Bevölkerung weiterentwickeln", sagte er, "nicht den Nationalpark einfach als Ziel vorgeben."

Als Grund für die Ablehnung gaben beide Politiker die für die Region wichtige Holzwirtschaft an. Naturschützer kämpfen wegen der teils sehr alten Buchenwälder in der Region seit Jahren für einen Nationalpark im Steigerwald. Die Staatsregierung hatte Ende Juli beschlossen, einen solchen nicht einzurichten.