Während zu Beginn beim "Frankensima" noch die Schattenplätze am begehrtesten waren, zog es gegen Ende die Zuschauer unter das Pavillon und die Überdachung und bunte Schirme zierten die Bänke. Trotz des zunehmend schlechter werdenden Wetters harrte das Publikum im Rathaushof aus, denn das Programm der drei Kabarettisten wollte sich niemand entgehen lassen.

Bereits zum dritten Mal in Ebern

Philipp Simon Goletz alias "Frankensima" war in diesem Jahr bereits zum dritten Mal in Ebern. Mit seinem Akkordeon sang er Lustiges über die Landwirtschaft und brachte mit zahlreichen Witzen das Publikum zum Lachen. Für Vegetarier teils ungeeignet, als er mit bekannten Melodien Fleisch und Wurst besang. Auch Bayern und Franken nahm er auf die Schippe, aber er darf das, denn sein authentischer fränkischen Dialekt beweist, dass er weiß, wovon der spricht.
Natürlich kommen dabei auch die Vorzüge Frankens nicht zu kurz. Beim Frankenliedmarsch am Ende seines Programms singt und klatschte das Publikum dann auch gerne mit.

Abgelöst wurde er von Sia Korthaus mit ihrem Programm "VorLieben". Dabei berichtete sie von unterschiedlichen Hochzeitserlebnissen und nahm kein Blatt vor den Mund. Vor allem Hochzeiten, die immer origineller werden müssen, kritisierte sie humorvoll. So war sie zum Beispiel als Fallschirm-Springender Pfarrer verkleidet und erzählte von der immer schnelllebigeren Welt: "Beim Absprung ledig, zwischendrin verheiratet und nach der Landung schon Witwe." Während des Programms schlüpfte sie in weitere Rollen, mal war sie Oma und im nächsten Moment sogar ein Brautstrauß. Zum Schluss überzeugte sie das Publikum mit Gesang und einem Lied, das ihrem Motto getreu von Liebe und Beziehungen handelt.

"Der Weg ist das Holz"

Auch wenn sich der Himmel immer weiter zuzog, konnte Frank Sauer sein Programm durchziehen. Der Freiburger ist bereits zum zweiten Mal nach Ebern angereist. "Der Weg ist das Holz" war das Motto seiner Vorstellung und so handelten seine Witze, Lieder und Erzählungen hauptsächlich von Umwegen und Holzwegen.

Die Abhängigkeit von Navigationsgeräten wurde dabei humorvoll hinterfragt. Auch vor Bankern und deren Sparplänen machte der Kabarettist keinen Halt: "Vielleicht sollte ich mein Geld lieber in Wein anlegen, da steht immerhin 13 Prozent auf der Flasche."

Bei der Erklärung, warum ein Pfurz knattert, reagierte das Publikum sehr reserviert. Beim anschließenden Hörbeispiel allerdings platzten die Lacher dann doch aus den Zuhörern heraus.

Reichlich Beifall und viel Lachen erntete der Kabarettist bei einem Lied über Liebe und Eifersucht und wie alle Expartner der Geliebten tragischen Unfällen zum Opfer fielen. Dabei klatschte und lachte das Publikum kräftig mit und so wurde lautstark noch nach einer Zugabe verlangt, die Frank Sauer gerne zum Besten gab.