Die kreative Veranstaltungsreihe des Landkreises Haßberge lädt unter dem Motto "Kunst. Werke. Schaffen" zum Mitmachen ein. Besucher können zeichnen, schmieden und entdecken. Der Auftakt ist am Freitag, 13. September, um 19 Uhr bei Bildhauer Manfred Reinhart in Untersteinbach statt.

Das "Kunststück" bietet einen umfassenden Blick auf die Kunstszene im Landkreis Haßberge, präsentiert aktuelle Werke aus den Ateliers der Künstler und lädt dazu ein, selbst kreativ zu werden. "Diese Mischung hat sich bewährt und beschert dem Kunststück inzwischen eine ganze Reihe von Nachahmern, auch überregional", sagt Sibylle Kneuer.

Workshops für Besucher

Neben Atelierbesuchen und Ausstellungen erhält das Kunststück durch ein breites Spektrum von Mitmach-Angeboten eine unverwechselbare Handschrift. Das Kunststück 2013/14 wartet mit klassischen Mal- und Zeichenkursen ebenso auf wie mit der Möglichkeit, Schmuck selbst zu schmieden oder bei einem Workshop zur camera obscura mit Licht zu malen. Beim Gastgeber, Bildhauer Manfred Reinhart, können Interessierte in Untersteinbach erste Erfahrungen mit dem Werkstoff Stein sammeln. Bei Barbara Gröhling wird das Geheimnis des Goldenen Schnitts entschlüsselt und bei Dieter Kraft die alte Kunst der Enkaustik neu entdeckt.

Im zwölften Jahr präsentiert sich die Veranstaltung "Kunststück" in einem neuen Gewand, nicht nur optisch. "Das Kunststück ist selbst ein kreativer Prozess", sagt die Projektleiterin Sibylle Kneuer. "Man muss das Projekt nicht jedes Jahr neu erfinden, aber die Kunstszene im Landkreis hat so viel Potenzial und Dynamik, dass das Kunststück als Spiegelbild dieser Szene sich stets weiterentwickelt."

Um diesen Prozess zu unterstützen, wurde 2012 eine Evaluierung des Projektes vorgenommen. Die Folge sind einige Neuerungen: So präsentiert sich das Kunststück in einem neuen optischen Erscheinungsbild: ein neues Logo. Außerdem hat sich das Organisationsteam um einen Künstlervertreter (Gerhard Nerowski) erweitert.

Breites Programm

Mit fast 40 Veranstaltungen ist das neue Programmheft im Herbst-/Wintersemester des Kooperationspartners Volkshochschule Landkreis Haßberge einmal mehr üppig gefüllt. Der handliche Faltplan präsentiert sich nun übersichtlicher und in frischen Farben. Ein neues Motto gibt es auch: Kunst. Werke. Schaffen. Im Landkreis Haßberge.

Wer sich dem Prozess des Schaffens lieber schauend nähert, ist bei einer Reihe von "Offenen Ateliers" am richtigen Platz und/oder bei den Ausstellungen, die der Kooperationspartner, die Galerie im Saal in Eschenau (Egon Stumpf), anbietet. Stumpf lässt den Blick immer wieder über den Tellerrad schweifen: ab Sonntag, 15. September, mit einem "Gastspiel" von Künstlern aus Karlsruhe im Schloss Oberschwappach. Auch die Bilder des Tiermalers Willy Schütz, die seit langem im Eigentum des Bürgervereins Ebern bewahrt werden, kommen in größerer Zahl in die Öffentlichkeit: im ehemaligen Bekleidungshaus Xaver Mayr in Ebern bei der Vernissage am Samstag, 28. September, um 17 Uhr.

Kino und Kunst

Was Kunst-Werke alles schaffen können, zeigt das Capitol-Theater in Zeil. Im Kino läuft der Film "Ai Weiwei - Never Sorry", der einen differenzierten Blick auf das Wirtschaftswunderland China wirft und die Opfer, die die Bürger für den Fortschritt im Namen des Sozialismus bringen müssen. Die politische Dimension der Kunst zeigt auch Günter Rocznik in Pfarrweisach. Der Künstler zeigt neben seiner Jubiläumsausstellung zum eigenen 60. Geburtstag in Pfarrweisach eine weitere Ausstellung unter dem Motto "Hinschauen, Wegschauen" Bilder und Collagen. Die soll den Betrachter für rechtsradikale Tendenzen in der Gesellschaft sensibilisieren. Eröffnung ist am Freitag, 27. September im Ossarium in Ebern um 19 Uhr. Daneben setzt das Kunststück seine Kooperation mit den Schulen fort, Aktivitäten sind in Planung.

Der Flyer des Kunststück liegt an vielen öffentlichen Stellen aus , auch im Landratsamt Haßberge. Auf Wunsch wird er auch zugesandt. Das aktuelle Programm und weitere Informationen gibt es unter www.kunststueck.hassberge.de. Fragen beantwortet die Projektleiterin Sibylle Kneuer unter 09521/954383, Email kulturbuerosibyllekneuer@aol.de oder die Kooperationspartner. Bald soll es auch eine Facebook-Gruppe mit aktuellen Informationen zu den Veranstaltungen und dem Feedback von Künstlern und Teilnehmern geben.