Die Fahrzeugweihe des neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs (TSF) der Feuerwehr Krum gestaltete Diakon Bernhard Trunk durchaus kreativ. Zunächst ließ er mitten in der Segensfeier ohne Vorwarnung einen Feuerwehrmann die Sirene des neuen Fahrzeugs einschalten, das direkt neben den Besuchern stand. "Wie ist es, wenn wir dieses Geräusch hören?", fragte er.


Töne bringen zum Nachdenken

"Es sind Töne, die uns schrecken, Töne, die uns Angst machen, Töne, die uns zum Nachdenken bringen", sagte er und betonte die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehrhelfer für die Gesellschaft.

Dabei zitierte er aus dem Brief des Paulus an die Galater: "Einer soll dem anderen helfen, die Last zu tragen."
Eine weitere Überraschung bot der Diakon bei der Segnung des Fahrzeugs.
Statt wie üblich nur einige Tropfen aus dem Weihwasserkessel zu nehmen, drückte er einem Ministranten den Sprenger in die Hand und schüttete beherzt den gesamten Inhalt des Kessels über das neue Feuerwehrauto. Im Gespräch mit unserer Zeitung kommentierte er später: "Wenn schon Weihwasser, dann richtig."

Bürgermeister Thomas Stadelmann gratulierte den Krümlern im Namen des Zeiler Stadtrats zum neuen TSF. Dabei ging er auch auf die Umstände ein, die die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs nötig gemacht hatten. Nach einem schweren Unfall musste das Vorgängerfahrzeug ersetzt werden. "Das Wichtigste ist, dass keiner Folgeschäden hat", freute er sich darüber, dass trotz des Totalschadens am Fahrzeug alle Insassen wieder bei guter Gesundheit sind.


Die Vorgeschichte

Das frühere Einsatzfahrzeug der Feuerwehr in dem Zeiler Stadtteil wurde bei einem Unfall im Mai 2015 in Bayereuth zerstört. Ein 55-Jähriger aus dem Landkreis Bayreuth war mit seinem VW Polo auf die Gegenfahrbahn geraten und dort frontal mit dem Fahrzeug der Feuerwehr aus Krum zusammengestoßen. Ein 23-jähriger Autofahrer aus Oberfranken prallte mit seinem Auto in die beiden Fahrzeuge. Zwei junge Helfer aus Krum waren verletzt worden; sie waren in Bayreuth gewesen, um eine Pumpe zur Reparatur dort abzugeben.


Besonderes Engagement

Beim Engagement bei Einsätzen für die Allgemeinheit sei die Feuerwehr etwas Besonderes, sagte Stadelmann. "Sich selbst in Gefahr zu bringen, ist nicht selbstverständlich." Obwohl er im Namen der Politik betonte: "Wir stehen hinter der Feuerwehr", warb er um Verständnis dafür, dass es das Budget einer Stadt nicht zulässt, jeden Wunsch sofort zu erfüllen. "Ich wünsche euch möglichst wenig Einsätze und dass sie glimpflich ausgehen", schloss Stadelmann.

Bei dem neuen TSF handelt es sich um ein Vorführfahrzeug. Zusätzlich zur Normbeladung bekam die Feuerwehr Krum einen Stromerzeuger mit Beleuchtung, eine Tauchpumpe und eine Kettensäge mit Schutzausrüstung. Für die Umrahmung der Fahrzeugweihe sorgten die "Lustigen Dorfmusikanten" und später Franz Huber.