Den 15. Dezember, einen Samstag, wird die Familie Schwender in Königsberg Zeit ihres Lebens wohl nie mehr vergessen. Denn an diesem Tag wurde ihr Anwesen am Elsaweg in Königsberg ein Raub der Flammen.

Von der Straßenseite aus sieht das erst vor wenigen Jahren am Fuß des Schlossberges errichtete Haus unbeschädigt aus. Doch die Rückseite des Hauses wurde bei dem Brand stark in Mitleidenschaft gezogen. Hier wurden die ganze Außenwand und Teile der Zwischenwände durch den Brand total zerstört. Außerdem wurde das gesamte Hausinnere durch die Rauchschwaden vollkommen verschmutzt. Hinzu gekommen sind die unvermeidbaren Wasserschäden durch die Brandbekämpfung. Das Haus ist zurzeit unbewohnbar.

Hoher Schaden

Auf über 100.000 Euro hat ein Sachverständiger den Gesamtschaden inzwischen geschätzt. Das Schlimme: Die Höhe der Selbstbeteiligung für Elke und Bernd Schwender bei der Versicherung ist noch nicht abschließend geklärt, da der Brand durch eine gewisse Fahrlässigkeit entstanden ist. Auslöser soll nach den Ermittlungen der Polizei heiße Asche in einer Abfalltonne gewesen sein. Erschwerend kommt hinzu, dass die Familie Schwender keine Hausratversicherung abgeschlossen hat, so dass von dieser Seite keine Zahlungen geleistet werden.

Dass sie für einige zehntausend Euro selbst aufkommen müssen, ist Elke und Bernd Schwender klar. Doch Aufgeben gibt es für sie nicht. Sie wollen ihr Heim wieder herrichten und baldmöglichst einziehen. Nachdem sie unmittelbar nach dem Brand bei Hans Piechaczek untergekommen, dem sie dafür immer noch sehr dankbar sind, wohnen die Schwenders nun vorübergehend in einer Wohnung am Fuß der Thomas-Klingg-Steige. Dort können sie in der ehemaligen "Schreinerei Albert Schmidt" die noch verwertbaren Möbel aus ihrem Haus lagern und säubern. Denn der klebrige Ruß des Brandes hat sich auf dem gesamten Inventar des Hauses festgesetzt. Selbst in geschlossene Schubladen ist er eingedrungen und hat dort seine Spuren hinterlassen.

Monate werden vergehen

Rund sechs Monate werde es wohl dauern, meint Bernd Schwender, bis sie wieder in ihr Haus zurück können. Denn mit der Innensanierung kann erst begonnen werden, wenn es restlos ausgeräumt ist und das Wetter für die Arbeiten passt.

Spendenkonto

Für die Unterstützung der Familie Schwender hat die Stadt Königsberg auf Initiative von Michaela Schnepel ein Spendenkonto eingerichtet. Spenden können mit dem Verwendungszweck "Spende für Brandschaden Familie Schwender" auf das Konto der Stadt, Kontonummer 400200 bei der Sparkasse Ostunterfranken (mit BLZ 79351730) eingezahlt werden. Überweisungsvordrucke hierzu liegen in der Stadtkasse im Rathaus aus. Die Stadt kann keine Spendenquittungen ausstellen, wie sie dazu mitteilte.