Bekannt ist es schon länger, jetzt ist es ganz offiziell: Die CSU schickt Michael Melber als Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl im März 2014 in Knetzgau ins Rennen. Bei der Nominierungsversammlung am Dienstagabend im Pfarrsaal erhielt der 50-Jährige mit überwältigender Mehrheit das Vertrauen der Partei.

Teamleiter im Arbeitsamt

Die Vorstände der fünf Ortsverbände haben sich im Vorfeld für Melber als Kandidaten verständigt, wie Mark Zehe, Ortsvorsitzender der CSU Knetzgau, eingangs erläuterte. Mit Michael Melber sei die CSU auf der Suche nach einem geeigneten Bewerber fündig geworden, der durch seine berufliche Tätigkeit als Teamleiter im Arbeitsamt Führungsqualitäten erworben habe.
Außerdem sei der Kandidat mit seiner Familie in Knetzgau fest verwurzelt und kenne die Probleme und alltäglichen Sorgen der Gemeinde aus nächster Nähe.

Bei der Nominierungsversammlung unter Vorsitz des stellvertretenden Bürgermeister Willi Fuß übernahm CSU-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Steffen Vogel das Amt des Wahlleiters. Michael Melber bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen und ging auf seine Visionen als Bürgermeisterkandidat ein.

Um das Wohl und die Entwicklung Knetzgaus mitzutragen, liegt es ihm am Herzen, sowohl die Stammgemeinde als auch die sieben Gemeindeteile gleichermaßen im Fokus zu halten. Eine verantwortungsbewusste Bürgerbeteiligung mit Einbezug aller Sorgen und Nöte sei für ihn genauso wichtig wie die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Gemeinderat und Verwaltung.

Seine Handlungsgrundsätze will er, wie er darlegte, mit Augenmaß abwägen, um nach Recht und Gesetz zu arbeiten. Als wichtige Handlungsfelder stellte er die technische und soziale Infrastruktur in den Mittelpunkt. Beide will er im ausgeglichenen Verhältnis betrachten und dementsprechend einbeziehen. Die Infrastruktur im Gemeindebereich habe oberste Priorität und die Sicherheit der Bevölkerung absoluten Vorrang.

Das Einkommen sichern, Ausbildungs- und Arbeitsplätze schaffen und den Tourismus fördern nannte er ebenso als Ziele wie die Ausdehnung des gemeindlichen Engagements, um Vereine und Ehrenamt zu stärken. Der Verwaltungsbeamte signalisierte seine Bereitschaft, um in der Gemeinde Knetzgau etwas zu bewegen.

Gegen Paulus und Jilke

Seine Person und seinen Namen Melber definierte er so: Menschlich, erreichbar, leistungsstark, bürgernah, ehrlich und realistisch. "Es geht um die Zukunft, um Knetzgau und seine Gemeindeteile fit zu machen, und deshalb stehe ich hier", sagte der Bürgermeisterkandidat.

Bei der Kommunalwahl wird er es voraussichtlich mit zwei Gegenkandidaten zu tun bekommen. Mit Amtsinhaber Stefan Paulus (SPD, CWG), der noch nicht nominiert ist, und mit Bernhard Jilke, dem Dritten Bürgermeister. Bernhard Jilke ist von FDP/Freien Bürgern bereits aufgestellt worden.

Lebenslauf

Michael Melber, 50 Jahre, ist verheiratet, hat vier Kinder, ein Enkelkind, Er wohnt seit 1987 in Knetzgau. Er ist Verwaltungsbeamter (Teamleiter/Führungskraft im Jobcenter Landkreis Bamberg) nach dem Studium an der Fachhochschule des Bundes, Fachbereich Arbeitsverwaltung.
Ehrenamt und Hobby: Mitglied ist Melber im Bündnis für Familien und Senioren, er ist ferner Vorsitzender der KAB Knetzgau, AH-Spieler beim TSV Knetzgau und begeisterter Heimwerker.