Verantwortung für sich und für andere übernehmen, im Kleinen wie auch im Großen - dies würdigte Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus (CWG, SPD) bei einem Ehrenabend im Spiegelsaal des Oberschwappacher Schlosses. Dabei wurden engagierte Personen aus der Gemeinde ausgezeichnet. Jonas Wolpold am Marimbaphon schmückte musikalisch die Feier.

Wer sind die Menschen, die sich in den Dienst der guten Sache stellen? Rosa Böhm und Lieselotte Jäger zum Beispiel. "Es bringt mir sehr viel, und ich mache es gerne", schilderte Lieselotte Jäger, eine der Geehrten, unserer Zeitung. Die 74-Jährige könnte ein Buch schreiben über ihr Ehrenamt im Krankenhausbesuchsdienst der Pfarrei, das sie schon seit über drei Jahrzehnten ausübt.
Gemeinsam mit der 86-jährigen Rosa Böhm waren sie Frauen der ersten Stunde, die im Auftrag der Pfarrgemeinde Knetzgau die Mitmenschen im Krankenhaus besuchen und ihnen Trostspenden.

Lieselotte Jäger teilt die Frauen (momentan sind es zehn) für zwei Monate ein, die einmal in der Woche die besten Genesungswünsche aus der Pfarrei überbringen. Die Knetzgauerin würde sich freuen, wenn noch weitere Frauen oder auch Männer mit fahrbarem Untersatz den Besuchsdienst mit ihrem Engagement unterstützen.

Die beiden Frauen wurden beim Ehrenabend in Oberschwappach ebenso gewürdigt wie weitere Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die Gemeinde Knetzgau honorierte die Leistungen der Bürger, die in Vereinen, Organisationen oder durch besondere Leistungen auf sich aufmerksam gemacht haben. Aber auch jene, die in vielen Jahren und Jahrzehnten für das Gemeindewesen wertvolle Dienste geleistet haben, standen am Freitagabend im Rampenlicht.

"Man sagt, dass der Sieg viele Väter hat, aber die Niederlage meist von einem Sündenbock zu verantworten ist", sagte Bürgermeister Paulus. Für seine Gemeinde stimme dies, denn alle Erfolge und guten Taten wären nie erreicht worden, wenn es nicht engagierte Menschen gäbe, die hierfür die Rahmenbedingungen schaffen.

Dem Gemeindeoberhaupt ist es wichtig, die ehrenamtliche Arbeit regelmäßig auszuzeichnen. Es sei zwar nur ein Bruchteil dessen, solle aber Mut machen, dass sich auch andere trauen und erkennen, wie wichtig der Einsatz für die Allgemeinheit ist.

Stefan Paulus sagte, all die Kinder, Jugendlichen, Frauen und Männer bewiesen, dass die Gemeinde in der Kommunalpolitik nicht alleine dastehe, um die Region voranzubringen. Die ehrenamtlich Tätigen zeigten Solidarität und Gemeinsinn und führten damit ein Stück gelebte Demokratie vor Augen.

Die Gemeinde Knetzgau zeichnete beim Ehrenabend diese Personen aus