"Der Tyrann" so nennt sich die Komödie von Bernd Gombold, den die Akteure des Knetzgauer Carnevalvereins (KCV) derzeit auf der Bühne im Knetzgauer Schützenhaus aufführen. Leicht politisch angehaucht, sind alle Ähnlichkeiten rein zufällig, und die Knetzgauer Zuschauer lachten herzlich über diese Komödie: "Super, ein schönes Stück", fand zum Beispiel Pfarrer Hans Beetz, der im Zuschauerraum saß.

Der Geistliche, der aus Knetzgau stammt und in Brendlorenzen in der Rhön Gemeindepfarrer ist, hat noch keine Aufführung des Carnevalvereins versäumt. Am Wochenende war er bei der Premiere dabei und konnte sich vor Lachen kaum halten. "Ich genieße vor allem den Knetzgauer Dialekt", schwärmte Pfarrer Beetz, aber auch "wenn die Akteure so richtig in Fahrt kommen".

Denn zur Freude eines begeisterten Publikums war auf der Bühne einiges geboten. "Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr" - dieses alte Sprichwort bewahrheitet sich, als sich im Rathaus ein fast normaler Arbeitstag dem Ende zuneigt.

Strenges Regiment

Dort führt Bürgermeister Albert Babel (Andreas Geisel) ein äußerst strenges Regiment. Darunter leiden vor allem seine Frau Erna (Sieglinde Holgersson) und seine Tochter Lisa (Hanna Stühler), die bei ihm angestellt sind.

Am Tag seines 50. Geburtstags scheinen sich alles und jeder gegen ihn verschworen zu haben. Nicht nur, dass seine überaus neugierige Putzfrau Rosalinde (Patricia Lindner) stört, nein auch seine beiden Frauen stellen sich gegen ihn und wollen ihn verlassen. Überdies taucht ein unerwarteter Besucher (Andreas Holgersson) auf, und Albert Babel wird unerbittlich von seiner Vergangenheit eingeholt.

Seine beiden Gemeinderäte (Bernd Linsner und Daniel Düring) sind ihm leider auch keine allzu große Hilfe, und so nimmt das Chaos seinen unheilvollen Lauf, bis am Ende der Bürgermeister nichts mehr zu lachen hat.
Vor großen Versprechern bewahrt Marion Maier als Souffleuse die Schauspieler und Zuschauer. Für den Bühnenbau zeichnet Heinrich Lindner verantwortlich und für den richtigen Ton und das passende Licht sorgt Roland Riedel. Das perfekte Styling der Akteure übernimmt Rosemarie Köhler. Sie wurde für ihr zehnjähriges Engagement bei der Aufführung auch ausgezeichnet.

Weitere Vorführungen sind geplant

Weitere Aufführungen sind noch geplant am Freitag und Samstag jeweils um 20 Uhr und am Sonntag um 14 Uhr im Schützenhaus Knetzgau sowie am Samstag, 24. November, um 20 Uhr und am Sonntag, 24. November, um 14 Uhr im Rudolf-Winkler-Haus in Zeil. cr