Bauträger ist zwar die katholische Kirchenstiftung als Kindergartenträger, die Gemeinde beteiligt sich jedoch mit zwei Drittel der ungedeckten Kosten; das sind voraussichtlich 95 000 Euro, erfuhr der Gemeinderat von Rauhenebrach in seiner Sitzung am Dienstagabend im Rathaus in Untersteinbach.

Großzügige Förderung


Mit 80 Prozent sei die Förderung für den Krippenbau großzügig, sagte der Bürgermeister Oskar Ebert (FW) dem Gemeinderat. Insgesamt kostet die Kinderkrippe einschließlich Ausstattung 797 928 Euro. Nach dem Zuschuss und Gemeindeanteil bleibt für die Kirchenstiftung (mit der Unterstützung der Diözese Würzburg) noch ein Eigenanteil von 55 150 Euro.

Ein großes Augenmerk soll beim Neubau auf die Folgekosten gelegt werden. So favorisiert Oskar Ebert eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für die künftige Heizung. Das unterstützten auch einige Gemeinderatsmitglieder, die zuhause bereits solche Wärmepumpen betreiben. Alexander Hoppert: "Das hat auch bei 20 Grad minus letzten Winter optimal funktioniert". Jürgen Schug ergänzte: "Man braucht maximal ein paar Tage im Winter Unterstützung durch einen Elektro-Heizstab. Ideal ist es natürlich, wenn der durch eine Photovoltaikanlage betrieben wird". Bürgermeister Oskar Ebert nahm die Anregung gerne auf und will versuchen, das optimal ausgerichtete Kindergartendach mit einer Photovoltaikanlage zu bestücken. Sie könnte vor einer Einspeisung in das öffentliche Netz zunächst den eigenen Strombedarf des Kindergartens decken. "Ich glaube, die Mehrkosten kriegen wir über Eigenleistung von Bauhof und Kindergartenverein rein", zeigte sich Ebert zuversichtlich.

Niedrige Betriebskosen sind für ihn und den gesamten Gemeinderat bei jedem Bauprojekt die oberste Prämisse. Wenn der Neubau genutzt werden kann, soll auch der Altbauteil energetisch saniert werden. Was dringend nötig sei, so Gemeinderat Klaus Markfelder. "Ein Teil der jetzigen Außenfassade wird ja durch den vorgeblendeten Neubau schon optimiert", sagte Bürgermeister Ebert. Die Kinderkrippe soll spätestens 2013 in Betrieb gehen.