Rund 1,8 Millionen Euro wird die neue Kindertagesstätte in der Mösingerstraße in Haßfurt kosten, die die Stadt Haßfurt heuer errichten möchte. Die Mitglieder des städtischen Bau- und Umweltausschusses machten sich in der Sitzung am Dienstag vor Ort ein Bild von dem Grundstück, auf dem das Gebäude für 25 Kindergartenkinder und 24 Krippenkinder entstehen soll.

Im Rathaus stellte dann Planerin Susanne Baur das bauliche Konzept vor. Demnach soll die Kindertagesstätte, die vom Staat bezuschusst wird, von der Mösingerstraße her erschlossen werden. Das 570 Quadratmeter große, eingeschossige, zweischenkelige Gebäude wird in Massivbauweise erstellt und so eingestellt, dass große Glasfassaden sowohl in der Krippe als auch im Kindergartenbereich an der Ostseite liegen und für viel Licht sorgen werden.

Solaranlage auf dem Dachaufsatz des Flachdaches

Das Flachdach erhält einen belichteten Dachaufsatz, auf dem eine Solaranlage zur Unterstützung der Gasbrennwertkesselheizung installiert werden soll. Der östliche Gebäudekomplex soll die Gruppen-, Schlaf- und Sanitärräume für die Krippe aufnehmen, in der Mitte ist ein großer Turn- und Mehrzweckraum geplant, und der westliche Teil soll neben dem Personalraum, dem Gruppenraum für die Kindergartenkinder und dem Speisraum auch die sonstigen, notwendigen Räume erhalten.

Das Gebäude, das für die notwendige Technik teilweise unterkellert werden muss, erhält eine Fußbodenheizung mit Einzelraumsteuerung und eine Belüftungsanlage. Für die Krippenkinder und für die Kindergartenkinder sind getrennte Freiflächen im Osten und im Norden des Hauses vorgesehen. Die Hecke im Nordwesten sowie einige Obstbäume sollen erhalten werden. Die restlichen Bäume sollen andernorts wieder eingepflanzt werden.

Berthold Albert hätte es lieber gesehen, wenn die Erschließung nicht direkt von der Mösingerstraße erfolgen würde, da dort eine kleine Treppe, beziehungsweise eine Schräge, zum Eingang führen soll. Doch extra einen zweiten Fußweg vom Parkplatz im Osten des Grundstücks anzulegen, hielt nicht nur Bürgermeister Rudi Eck für unsinnig.

Lärmschutz gegen Kinderlärm?

Er betonte auch: "Der Kindergarten wird nicht eingehaust", nachdem Katrin Hiernickel Wünsche der Anlieger nach einem "Lärmschutz" vorgebracht hatte. Auch Karl-Heinz Eppelein zeigte sich konsterniert: "Lärmschutz gegen Kinderlärm?", fragte er. Schließlich sprachen sich alle Stadträte für die Planung aus.