Postagentur, Schlecker-Markt und zuletzt der NKD-Markt. "Wir haben keine neuen Erkenntnisse", beschreibt Michael Zimmer, Sprecher des Polizeipräsidiums Unterfranken in Würzburg, den aktuellen Ermittlungsstand.
Es wird mit Hochdruck gefahndet, aber die Ansätze für die Polizeiarbeit sind offenbar dünn. Von den Tätern liegen nur teilweise Beschreibungen vor, die nicht viel hergeben.

Eine entscheidende Frage ist: Sind es drei verschiedene Räuber, oder ist es immer der gleiche Täter, der sein Unwesen in Zeil treibt? Das kann die Polizei bisher nicht beantworten.

Bei allen drei Fällen ist immer eine Frau im Geschäft bedroht worden. Zweimal mit einem Messer (Schlecker und NKD) und einmal mit einer Waffe, die nicht bekannt ist (Postagentur). Die Täter raubten Bargeld, vermutlich mehrere tausend Euro, und in einem Fall auch Zigaretten (Schlecker).

Die Serie begann am 18. August in der Postagentur im Gewerbegebiet "Gröbera". Der Überfall hat die Betreiberin der Postagentur stark mitgenommen. Sie hat die Tat zwar äußerlich unverletzt überstanden, ist gesundheitlich aber angeschlagen. Jetzt erst, in diesen Tagen, nach knapp fünf Monaten, hat sie erstmals wieder die Räume der Postagentur betreten, schildern die Chefin Anette Helgert und eine weitere Kollegin unserer Zeitung.
Nach dem Überfall wurden Sicherheitsmaßnahmen in der Postagentur ergriffen.

Anette Helgert will weitere Konsequenzen ziehen. Sie möchte neue Räume noch im Laufe des Jahres mit der Postagentur beziehen, denn derzeit befindet sich das Geschäft sicherheitstechnisch in einem "schwierigen Eck", wie sie sagt. Die Postagentur in Zeil liegt zwar mitten im Gewerbegebiet und inmitten der Bebauung, ist aber trotzdem nicht gut einzusehen. Das haben Sicherheitsexperten den Betreibern bereits bestätigt. Ein belebtes Umfeld wäre besser.

Mitte November wurde der zweite Überfall in Zeil begangen. Das Ziel des Täters war der Schlecker-Markt in der Bamberger Straße. Diesmal kam der Räuber kurz vor Ladenschluss. Er bedrohte die Verkäuferin mit einem Messer und zwang sie, Bargeld aus der Kasse und Zigaretten herauszugeben. Mit seiner Beute verschwand der Unbekannte, der sich mit einer Sturmmaske getarnt hatte.

Die überfallene Angestellte ist mittlerweile wieder im Dienst, erklärt eine Kollegin aus dem Drogeriemarkt unserem Portal. Sie glaubt, dass das Schlimmste überstanden ist. Denn die größte Gefahr, Opfer eines Überfalls zu werden, habe vor Weihnachten bestanden, wenn die Umsätze nach oben gehen.

Der dritte Überfall passierte ganz in der Nähe. Der NKD-Markt, der nur hundert Meter neben dem Schlecker-Markt in der Bamberger Straße, ist am Samstagabend, 17. Dezember, kurz vor 18 Uhr überfallen worden. Der Täter bedrohte mit einem Messer die Verkäuferin und verlangte Geld aus der Kasse. Das nahm sich der Eindringling. Der Unbekannte, der etwa 1,60 Meter groß gewesen sein soll und ebenfalls mit einer Sturmmaske verkleidet war, entkam unerkannt. Die Frau, die überfallen wurde, ist derzeit noch krank geschrieben und nicht wieder im Dienst.


Den ausführlichen Bericht lesen Sie in unserer Printausgabe Fränkischer Tag, Landkreis Haßberge, 6. Januar 2012