Ohne Zweifel hat die Stadt Eltmann so einiges, was die Touristen anzieht: die Wallburg, die Innenstadt mit Heimatmuseum und historischem Rathaus sowie die nahe gelegene Wallfahrtskirche Maria Limbach. Nach knapp 15 Jahren Überlegungen und der Suche nach dem richtigen Geldgeber soll nun eine weitere Attraktion dazu kommen, die dem Tourismusbetrieb der Stadt im Steigerwald eine ganz neue Dimension verleiht. In der Nähe des Informationspavillons am Main soll eine Schiffsanlegestelle errichtet werden, die von Fahrgastschiffen aus Bamberg und Schweinfurt angefahren werden kann, teilt die Lokale Aktionsgruppe Haßberge (LAG) mit.

Die Stadt Eltmann als Projektträger beantragt hierfür, mit großer Unterstützung durch die LAG Haßberge, Gelder des europäischen Förderprogramms Leader. Die Gesamtsumme der Errichtung und Vermarktung der Schiffsanlegestelle liegt nach ersten Berechnungen bei rund 82 000 Euro.
60 Prozent der Kosten können durch Fördergelder abgedeckt werden. Bereits im Laufe des Jahres 2017 könnte die Anlegestelle genutzt werden.

"Mit den Schifffahrtsunternehmen in Schweinfurt und Bamberg wurde bereits Kontakt aufgenommen. Von Seiten dieser Anbieter besteht starkes Interesse an der Umsetzung des Projektes", unterstreicht Regionalmanagerin Susanne Wolfrum-Horn den erhofften Erfolg der Maßnahme und die gewünschten Touristenströme aus den beiden Städten.


Steg am Infopavillon

Konkret soll ein 1,5 Meter breiter Gitterroststeg in Verlängerung des schon bestehenden Infopavillons errichtet werden. Anlegen können dann kleine Fahrgastschiffe mit einer Länge von 50 Metern und einer Breite von zehn Metern, "da diese im Korridor der Bundeswasserstraße liegen", erklärt Eltmanns Bürgermeister Michael Ziegler, "das Anlegen großer Flusskreuzfahrtschiffe ist nicht geplant."

Ordentlich Geld mit dem Projekt in den Stadtsäckel zu pumpen, ist von Seiten des Projektträgers übrigens nicht geplant. Die Instandhaltungskosten der Schiffsanlegestelle werden von der Stadt Eltmann allein übernommen, und: "Die Stadt Eltmann wird keine Liegegebühren erheben", hebt Bürgermeister Michael Ziegler jetzt schon hervor, "somit erzielen wir keine Einnahmen und stärken ausschließlich den Tourismus."

Die Schiffspassagiere sollen während ihres Aufenthaltes die Sehenswürdigkeiten in Eltmann zu Fuß oder mit dem Rad, das auf dem Schiff mitgebracht oder vor Ort ausgeliehen werden kann, erkunden. Informationstafeln und zusätzliche Tourismusbroschüren sollen die Besucherströme durch Eltmann und zu den Gastronomen leiten.