Die Breitband-Versorgung wird das große Projekt im kommenden Jahr in Breitbrunn werden. Auch die Fragen in der sehr ruhig verlaufenen und eher mager besuchten Bürgerversammlung tangierten zum Großteil dieses Thema.Die Kabel für alle Ortsteile müssen bis zum nächsten Dezember gelegt sein, sonst gibt es Schwierigkeiten mit der Förderung, erläuterte Bürgermeisterin Gertrud Bühl. Bis Dezember 2015 soll jeder Einwohner anschließen können und Zugriff auf mindestens 30 Megabits haben.

Die Kosten belaufen sich auf knapp eine Million Euro. Die Gemeinde nimmt wie alle Kommunen im Landkreis Haßberge am Förderprogramm der bayerischen Staatsregierung teil und kann sich, wenn alles nach Plan läuft, auf 80 Prozent Förderung einstellen. Damit bleiben etwa 140 000 Euro Restkosten übrig, die Breitbrunn selber tragen muss.

Aber auch hier hatte die Bürgermeisterin eine gute Nachricht.
In der jüngsten Sitzung am vergangenen Donnerstag hat das Ratsgremium im nichtöffentlichen Teil den Auftrag bereits an eine Firma vergeben, die unter diesem Preis liegt.

Straßenausbau geht weiter

Ein weiterer großer Punkt war der Ausbau der Staatstraße 2274, die von Ebern nach Ebelsbach führt und Breitbrunn durchzieht. Im vergangenem Sommer wurde der Abschnitt vom Ortsausgang Breitbrunn bis zu Einmündung nach Schönbach komplett überarbeitet und die gefährliche Kurve deutlich entschärft. Auch wenn eine mehrwöchige Umleitung über enge Straßen und große Umwege nötig waren, die Anwesenden atmeten hörbar auf, als sie die Bilder sahen und sich zurückerinnerten. 2015 soll der Ausbau weitergehen. Diesmal ist der Abschnitt von der Einmündung Schönbach bis zum Ortseingang Gleisenau dran. Hier dürfte ebenfalls wieder mit erheblichen Verkehrsbehinderungen gerechnet werden.

Bürgermeisterin Bühl stellte das neue Baugebiet nordöstlich der Kirche vor, das vor allem jungen Familien Möglichkeiten bieten soll, sie sprach die Zusammenarbeit und die Projekte der zehn ILE-Gemeinden im südlichen Landkreis an sowie den gerade in Arbeit befindlichen Energie-Nutzungsplan und mögliche Nahwärme-Netze.
Ein größeres Thema war auch die Feuerwehr, die im September endlich ihr neues topmodernes Fahrzeug erhalten hat, wie auch die Kommandantenwahl, die im zweiten Anlauf endlich erfolgreich war. Andreas Fösel und sein Stellvertreter Dietmar Reinwand leiten nun die Geschicke. Eine Jugendwehr wird derzeit aufgebaut. In den Ortsteilen sind das geplante kleine Bürgerhaus in Kottendorf, der Verkauf der alten Schule in Lußberg sowie die Ausbau der Staatsstraße 2281 von Rudendorf bis Kottendorf Thema. Mit einer Präsentation des momentanen Stands und der Kosten sowie der Finanzierung des Projekts "Erlebniswelt Fränkischer Sandstein" schloss sie den Abend ab.