Der 47 Jahre alte Spaziergänger, der am 29. Februar in der Mainaue bei Eltmann/ Limbach von einem Keiler angegriffen und schwer verletzt wurde, ist wieder zuhause, aber von dem Vorfall gezeichnet. "Es ging um Leben und Tod", sagt der Mann, dem es derzeit noch schwer fällt, über das traumatische Erlebnis zu sprechen.
Nach wie vor rätselhaft ist für alle Tier- und Jagdexperten der Angriff des Keilers, denn normalerweise sind Wildschweine extrem menschenscheu und fast ausschließlich in der Dämmerung unterwegs. Dass der 120 Kilogramm schwere Keiler tagsüber möglicherweise gezielt einen Menschen attackierte und ihm tiefe Fleischwunden sowie mehrere Knochenbrüche zufügte, beschreibt ein Waidmann als ein Ereignis, "dass so selten ist wie ein Sechser im Lotto".
Der Vorsitzende der Kreisgruppe Haßfurt im Landesjagdverband, Rudolf Meyer aus Wülflingen, meint, es muss "einiges zusammengekommen" sein, um den Keiler-Angriff zu erklären: Möglicherweise war das Tier aufgrund einer früheren Verletzung außergewöhnlich aggressiv.
Der Jäger legt Spaziergängern ans Herz: "Man sollte seinen Hund an der Leine lassen und nicht gerade in der Abenddämmerung dort spazieren gehen oder joggen." Mit einem Keiler sei nicht zu spaßen, "und mit einer wütenden Wildsau-Mutter möchte ich gleich zweimal nichts zu tun haben."

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in unserer Printausgabe, Fränkischer Tag, Lokalausgabe Haßberge, vom 13. März 2012