Zahlreiche Interessierte holten sich beim Gesundheitstag in Ebern Tipps und Ratschläge an den Informationsständen in der Mensa des Friedrich-Rückert-Gymnasiums und informierten sich bei Fachvorträgen über spezielle Krankheitsbilder.

Landrat Wilhelm Schneider bezeichnete in seiner Eröffnungsansprache Ebern als ein Zentrum des regionalen Gesundheitswesens: "Wir haben in den vergangenen zwei Jahren große Anstrengungen unternommen, das Krankenhaus Ebern so auszurichten, dass es zukunftsfähig ist. Wir sehen es ein Stück weit als Rückgrat der medizinischen Versorgung im nördlichen Landkreis." Außerdem konzentrierten sich in Ebern niedergelassene Ärzte, Apotheken und Sanitätshäuser, Optiker und Akustiker, Rettungsdienst, Pflegeeinrichtungen und Sozialstationen sowie Selbsthilfegruppen und Sportvereine. Sie alle trügen dazu bei, dass auch im ländlichen Bereich gleichwertige Lebensbedingungen wie in den städtischen Gegenden vorzufinden sind. Auch auf dem Land könne man gesund älter werden.

Stolzer Bürgermeister

Stolz auf seine Stadt und das gesundheitliche Angebot ist auch Bürgermeister Jürgen Hennemann. Das Stadtoberhaupt hob hervor, dass das Haus Ebern der Haßberg-Kliniken bei einem bundesweiten Kliniktest der Frankfurter Allgemeinen Zeitung einen guten Platz belegt habe: Unter rund 2600 getesteten Kliniken in ganz Deutschland habe das Krankenhaus in Ebern den 206. Platz belegt.

Als großen Erfolg wertete Stephan Kolck, Vorstand der Haßberg-Kliniken, die Eberner Gesundheitstage. Dass diese bereits zum achten Mal stattfinden konnten, zeige das große Interesse der Bevölkerung an Gesundheitsthemen und die perfekte Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern Volkshochschule, Friedrich-Rückert-Gymnasium und der Kontaktstelle für Selbsthilfe.

Stets gut besucht waren die Fachvorträge, bei denen zum Beispiel die beiden Chefärzte im Haus Ebern, Klaus Riedel (Chirugie) und Ants Lohmus (Innere Medizin), anschaulich Eingriffe an der Hand oder am Darm schilderten.

In der Mensa standen die Apotheke Gartenstadt Schweinfurt, Audi BKK, BRK-Sozialstation, IG Niere, Gesundheitsregion Plus, Kobe, Kos, Vertreter Eberner Selbsthilfegruppen und der Pflegestützpunkt Haßberge Rede und Antwort. Am Stand der Haßberg-Kliniken wurde über Chirurgie, Innere Medizin, Ernährungsberatung und Deeskalationstraining informiert.

Persönliche Betreuung

Als modernes Haus der kurzen Wege in familiärer Umgebung bezeichnete Elisabeth Röhner als stellvertretende Pflegedienstleiterin das Krankenhaus Ebern. Jeder Patient werde hier persönlich betreut und sei keine "Nummer" wie vielleicht in sehr großen Häusern. Auch habe man viele "Stammkunden", die gerne wieder kämen, wenn eine planbare Operation oder Behandlung ansteht. Besonders auch ältere Patienten würden mit einer aktivierenden Pflege gefördert, bei denen die Senioren ihre Fähigkeiten wie selbstständiges Essen erhalten und ausbauen könnten.

Deeskalations-Training

Immer wichtiger in der heutigen Zeit wird auch das Deeskalations-Training, das die staatlich geprüfte Trainerin Katja Kaspar in den Haßberg-Kliniken für die Beschäftigten anbietet. Hier wird das Personal geschult, wie es am besten mit aggressiven oder ungewöhnlichem Verhalten von Patienten umgehen soll. Die Verbesserung der Sicherheit auf dem Klinikgelände, das Schaffen von Rückzugsräumen und Selbstverteidigungskurse mit dem Schwerpunkt auf Deeskalation und Verteidigung stehen ebenfalls auf dem Programm.