Chrysanthemen, Eriken, Blattschmuckstauden, Fetthennen, Physalis, Astern, verschiedene Gräser sowie Chinaschilf sollen Gästen die Vielfalt des Herbstes und sein breites Pflanzenspektrum vor Augen führen.

Die Landesgartenschau Gesellschaft mbH hatte die Herbstpflanzungen nicht geplant. Eigentlich hätte der Ende Mai gepflanzte Sommerflor bis 7. Oktober halten sollen. Inzwischen ist schon der 750 000 Besucher auf der Landesgartenschau gezählt worden.

Das wechselhafte und auch trockene Wetter der letzten Monate hat den Sommerblumen aber so zugesetzt, dass man kurzfristig umdisponieren musste. Prominente Areale, wie die Beete entlang der zentralen Wege, wurden komplett neu bestückt; andere wurden lediglich teilweise neu gestaltet.

Auch wenn das für die Gärtner eine Menge zusätzlicher Arbeit bedeutet: "Den Besuchern soll auch während der letzten Wochen etwas geboten werden", sagt Franziska Holmer, die für Konzept und Koordination der spontanen Herbstbepflanzung verantwortlich ist. Sie verspricht: "Es lohnt sich also nochmal zu kommen."

Bunte und "farblose" Beete


Johann Ziereis, Gärtner aus Schwarzenfeld, findet besonders die Kombination von bunt blühenden und weißen oder grünen, also eher "farblosen" Beeten sehr gelungen und freut sich vor allem über das Lob der Besucher. "Wir werden öfter angesprochen, wie gelungen die Schau sei. Manche wollen auch noch den einen oder anderen Tipp für ihre Pflanzen daheim", verrät er. Schade sei nur, dass die Gartenschau in den Medien so oft kritisiert werde. Das ist seiner Meinung nach nicht gerechtfertigt.

Dass sich die Landesgartenschau jetzt noch einmal herausputzt, ist aber dennoch der Kritik geschuldet, wenn auch jener von Besuchern. "Die Erwartungshaltung ist sehr hoch, und wir haben schon Beschwerden bekommen, dass einige Pflanzen bereits verblüht sind. Aber wir haben hier halt keine Plastikblumen", sagt Franziska Hartlieb von der Pressestelle der Landesgartenschau GmbH.

Weil die letzte Pflanzaktion nicht vorgesehen war, gibt es dafür auch kein Budget. Die Kosten trägt die Landesgartenschau GmbH. "Billig ist die Herbstbepflanzung nicht, auch wenn die genaue Höhe der Kosten noch nicht feststeht. Und ohne die Spontaneität unserer Gärtner wäre sie gar nicht möglich gewesen", sagt Franziska Holmer.

Improvisation war nötig


Beim Planen des Herbstflors musste sie improvisieren. Während das Konzept für die Frühjahrs- und Sommerwochen langfristig stand und die Pflanzen danach ausgesucht wurden, richtete sich die Gestaltung jetzt nach dem, was vorhanden war.

Lange werden die Herbstpflanzen nicht an ihren jetzigen Standorten bleiben. Nach der Gartenschau, die am 7. Oktober letztmals geöffnet sein wird, werden sie wieder entfernt.

Werner Pudell aus Haßfurt von der Gartenbaugruppe Haßberge bilanzierte im Blick auf die Landesgartenschau in Bamberg, "das Mitspracherecht der Gärtner bei der Auswahl der Pflanzen sollte bei nachfolgenden Schauen größer sein, damit regionale Besonderheiten besser Berücksichtigung finden".