Das hätte überhaupt nicht zu Rudi Eck gepasst. Dass der Bürgermeister auf eine Einladung zum Gespräch nicht einmal reagiert, ist nicht der Stil des Haßfurter Stadtoberhauptes. Woran lag es dann, dass Eck eine Anfrage der Bürgerinitiative "Lebenswertes Wonfurt", die am 13. Dezember als E-Mail erstmals gestellt worden war und in der Folge mehrmals an das Rathaus in Haßfurt geschickt worden ist, nicht beantwortet hat?

Die Lösung: Ein technisches Problem war die Ursache, dass das Schreiben aus Wonfurt bisher nicht auf dem Tisch des Haßfurter Bürgermeisters gelandet ist. Wegen Spam-Verdachts wurde die Mail nicht weitergeleitet, wie eine Anfrage unseres Portals am Freitag ergeben hat. Da möchte man doch sagen: Hätten die Wonfurter einfach mal zum Telefon gegriffen.

Worum geht es überhaupt? Die Bürgerinitiative "Lebenswertes Wonfurt" hatte am 13.
Dezember erstmals um ein Gespräch mit dem Haßfurter Bürgermeister gebeten. Der Gegenstand des Gesprächs sollte die Firma Loacker sein, die in Wonfurt Elektro- und Kabelschrott aufarbeitet und im Verdacht steht, dass mit Giftstoffen belasteter Staub aus den Produktionsanlagen in die Umgebung dringt. Nach Meinung der Bürgerinitiative, die gegen den "Giftskandal" kämpft und für eine saubere Umwelt eintritt, könnte die "Umgebung" des Loacker-Betriebes bis nach Haßfurt reichen - bis in den Stadtteil Wülflingen oder das Wohngebiet Osterfeld. Daher wollte und will die Bürgerinitiative mit Rudi Eck reden.

Zwei Termine vorgeschlagen

Das geschieht demnächst. Rudi Eck hat der Bürgerinitiative nun zwei Termine im Januar genannt, an denen er zur Verfügung steht.

Ob bei einem solchen Gespräch etwas herauskommt, ist eine andere Frage. Nach Ansicht von Eck hat sich für Haßfurt an der Situation seit dem 18. April nichts geändert. Am 18. April wurde nämlich der Stadtrat in der Kreisstadt dahingehend unterrichtet, dass Haßfurt und die Stadtteile keine Auswirkungen durch Loacker befürchten müssen. Haßfurt stützt sich auf ein Gutachten des Landesamtes für Umweltschutz, das laut Eck besagt, dass die Produktion bei Loacker sich "auf keinen Fall" auf Haßfurt auswirke. Und neue Erkenntnisse gebe es seitdem nicht, erklärte Rudi Eck am Freitag.

Er versicherte, dass Haßfurt die Geschehnisse aufmerksam beobachtet und einschreiten würde, falls dies nötig würde. Bisher ist das nach den Angaben des Bürgermeisters nicht der Fall.