Mit dem Verlesen der Anklage beschuldigte der Vertreter der Staatsanwaltschaft, Ilker Özalp den Mann aus dem Landkreis Schweinfurt, Druck auf seine Angestellten ausgeübt zu haben: Sollten sie einen Betriebsrat bilden, so hätten sie erstens die Kosten dafür zu tragen. Zweitens sollten sich alle Befürworter des Rats in eine Liste eintragen (angeblich, damit die "schwarzen Schafe" aufgeführt seien und zur Rechenschaft gezogen werden könnten). Drittens soll zwei Befürwortern der Betriebsratswahlen praktisch über Nacht gekündigt worden sein. Einem, weil er sich in besagte Liste eingetragen hatte, dem anderen, weil er mit Flugblättern für die Wahl geworben hatte.
Der Angeklagte wies die Schuld von sich. Mehr als ein Dutzend Zeugen war vom Gericht geladen worden. Nachdem sich der Verdacht - dass versucht wurde, die Betriebsratswahl zu behindern - nicht erhärtet hat, musste nur eine Handvoll Zeugen aussagen.