Was aufgrund der allgemeinen Stimmungslage, wie sie bei einer Informationsveranstaltung des staatlichen Bauamtes Bamberg zu erkennen war, nicht verblüfft: Fast 57 Prozent der Abstimmer plädieren für die Ostumgehung, die durch mehrere Naturschutzgebiete europäischen Ranges führen würde, weshalb sie von den Straßenplanern als nicht umsetzbar angesehen wird.

Ein anderes Ergebnis der Umfrage indes überrascht: Fast 24 Prozent der Teilnehmer an der Abstimmung sprechen sich dafür aus, die Bundesstraße weiterhin als Hauptstraße mitten durch die Ortschaften zu führen. Knapp 20 Prozent halten die Westtrasse, wie sie vom Straßenbauamt bevorzugt wird, für die bessere Lösung.

Dass darüber das letzte Wort noch nicht gesprochen ist, liegt schon an der Tatsache, dass sich der Stadtrat von Baunach sowie der Gemeinderat von Reckendorf des Themas noch annehmen werden. Dies muss noch in diesem Jahr passieren: "Wir müssen unsere Projekte 2012/Anfang 2013 anmelden, damit sie in die nächste Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes Eingang finden und die entsprechenden Mittel bereit gestellt werden", hatte der stellvertretende Amts-Chef Andreas Eisgruber bei der Informationsveranstaltung den Zeitplan vorgegeben.