Im Laufe des Dienstags haben laut Pressemeldung der Polizei erneut Betrüger versucht, insbesondere Mitbürger mit russischem Migrationshintergrund um ihr Erspartes zu bringen. Insgesamt fünf Mal läuteten Telefone in der Region Main-Rhön, und die Angerufenen sollten mehrere Tausend Euro für einen angeblichen Unfall ihres Sohnes zahlen. In einem Fall waren die Täter erfolgreich und erbeuteten etwa 1500 Euro. Die weiteren Ermittlungen führt jetzt die Kriminalpolizei Schweinfurt.

Schwindel gleich erkannt

In vier Fällen, bei denen sich ein Unbekannter mit dieser Betrugsmasche am Telefon gemeldet hatte, erkannten die Angerufenen den Schwindel sofort. So blitzen die Betrüger bei einer 82-jährigen Rentnerin ab, da die Frau bereits im letzten Jahr mit Enkeltrickbetrügern Erfahrungen gemacht hatte.


Eine drei Jahre ältere Schweinfurterin wusste auf Grund des Informationsblatts, das die Polizei in 10 000-facher Ausfertigung verteilt hatte, über die Masche Bescheid und ging ebenfalls nicht auf die Geldforderungen ein.

Schreck über Unfall des Sohnes

Bei einer 83-Jährigen waren die Täter dann aber doch erfolgreich. Am Telefon erzählte ein angeblicher Rechtsanwalt, dass ihr Sohn bei einen schweren Verkehrsunfall zwei Mädchen überfahren hat. Deswegen solle sie nun 5000 Euro bezahlen. Da die Seniorin aber nicht über eine so hohe Bargeldsumme verfügte, kam es schließlich zur Übergabe von knapp 1500 Euro.

Immer die Polizei verständigen

Wie die Fälle vom Dienstag zeigen, bleiben die Betrüger mit ihrer Masche weiter in Unterfranken aktiv. Die unterfränkische Polizei warnt weiterhin davor, am Telefon auf gestellte Geldforderungen einzugehen. Die Angerufenen sollten in jedem Fall immer die Polizei verständigen, wenn solche Telefonanrufe bei ihnen auflaufen.