Und bei den Sicherheitsgurten stellte sich diese Frage auch. Bei den ältesten Modellen, die bei der ADAC-Oldtimer-Rallye in Ebern am Sonntag vor dem einstigen Kasernentor am Start standen, war diese Sicherheitseinrichtung noch gar nicht bekannt, somit auch nicht eingebaut.

Autoliebhaber kamen auf der rund 150 Kilometer langen Strecke, die in zwei Etappen zurückgelegt werden musste, aber auch im Fahrerlager vor dem früheren Offiziersheim auf ihre Kosten. Bei den bis zu 55 Jahre alten Modelle ging es nicht um Geschwindigkeit, auch wenn einige Porsches auf den Kurs starteten.
Vielmehr galt es, auf der Strecke, die durch die Haßberge, den Itzgrund und bis zum Maintal (bei Ebelsbach) führte, bestimmte Sollzeiten einzuhalten, die im Fahrtenbuch vorgegeben waren. Die Entscheidung fiel an zehn Lichtschranken, die entlang der Strecke aufgestellt worden waren.

"Die Königsprüfung" , so Gotthard Schleicher, der Organisator vom AC Ebern, fand in der Kaserne statt. "Da gibt es auf den Runden kaum öffentlichen Verkehr. Das sorgt bei allen für einen Kick. Sie düsen los, um kurz vor der Lichtschranke abzubremsen und dann auf ein Zeichen des Beifahrers hin, die Sollzeit zu schaffen. Die Top-Leute sagen, es gibt nichts Besseres", weiß Schleicher von seiner Kundschaft.

Auf die Hundertstel


Und in der Tat: Einige schaffen es auf die Hundertstel Sekunde. Kein Wunder, dass so mancher Beifahrer sechs Stoppuhren auf einem Brett vor sich hatte.

Aus ganz Bayern und sogar aus Eschweiler kamen die Teilnehmer mit ihren schmucken Jaguars, BMWs, Daimler-Benz oder Opel Commodore.

Heimische Starter waren Siegfried Hopfenmüller und Bernd Gaida in einem Triumph TR6 (Baujahr 1972) und Heike Dietz und Leonore Jahn in einem Opel GT (Baujahr 1972), mit dem sie schon an Alpen-Rallyes teilgenommen haben.

Die Teilnehmer hatten viel Spaß an der Streckenauswahl , die nach Seßlach, Pettstadt, Mürsbach, Käßlitz und Maroldsweisach führte, so dass sich auch so mancher Seitenblick lohnte. Auch wenn der "Kaiptän" mitunter auf dem falschen Sitz saß. "Der Fahrer sitzt auf der falschen Seite", ulkte Carsten Dünisch, als ein britisches Modell anrollte, um im Minutentakt zu starten.