Die Leitung der Polizeiinspektion Ebern (PI) ist wieder komplett, quasi "runderneuert." Der Polizeihauptkommissar (PHK) Bernhard Warmuth wird am 1. Februar offiziell als Stellvertreter des Dienststellenleiters Detlef Hauck seine neue Aufgabe wahrnehmen. Hauck selbst war erst im Juli 2020 als Nachfolger von Siegbert Weinkauf als Chef der Inspektion Ebern vom unterfränkischen Polizeipräsident Gerhard Kallert eingeführt worden.

Bernhard Warmuth ist bereits seit 1. August 2020 als kommissarischer stellvertretender Leiter bei der Eberner Polizei aktiv. "Nun ist es offiziell, worüber ich mich sehr freue", sagt Warmuth, der in Schweinfurt wohnt und gerne nach Ebern fährt. Die Verkehrsverbindung von Schweinfurt nach Ebern ist gut, so dass die etwa 50 Kilometer kein Problem darstellen.

Der neue stellvertretende Inspektionsleiter ist 45 Jahre, verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von neun und fünf Jahren. Seine Laufbahn bei der Polizei begann er im März 1993, als er bei der Bereitschaftspolizei in Würzburg und Nürnberg erstmals seine Polizeiuniform überstreifte. Nachdem er seine Ausbildung für den mittleren Polizeivollzugsdienst beendet hatte, kam er 1997 zur Inspektion Alzenau. Dort war er zuerst im Streifendienst eingesetzt und später als Zivilstreifenbeamter bei der Fahndungsgruppe der Inspektion.

Da sich Bernhard Warmuth für den gehobenen Polizeidienst qualifizierte, besuchte er die Hochschule für den öffentlichen Dienst in Sulzbach-Rosenberg, wo er von 2004 bis 2006 studierte. Danach, als junger Polizeikommissar, kam er zur Kriminalpolizei nach Schweinfurt und wurde dort im Kriminaldauerdienst eingesetzt. Er war immer mit an vorderster Front, wenn es um Straftaten ging, die in das Aufgabengebiet der Kripo fallen. Von 2007 bis 2011 war er in verschiedenen Tätigkeitsbereichen beim Polizeipräsidium Unterfranken und bei der Inspektion Hammelburg im Einsatz. Anschließend führte ihn sein beruflicher Werdegang zur Verkehrspolizei Schweinfurt-Werneck, wo er dreieinhalb Jahre als Dienstgruppenleiter Verantwortung trug, bis er schließlich zum 1. August 2020 zur Inspektion Ebern abgeordnet wurde.

Mit dieser Versetzung ist er persönlich sehr zufrieden, auch weil er in Ebern gute Voraussetzungen vorfand. "Die Räumlichkeiten hier sind sehr gut, großzügig und relativ neu", sagt Bernhard Warmuth. Was ihm aber vor allem gefällt, ist das gute Betriebsklima auf der Dienststelle. "Da passen die Rahmenbedingungen einfach", sagt der stellvertretende Dienststellenleiter. Angenehm überrascht war er auch bei einem ersten Zusammentreffen mit den Bürgermeistern des Dienstbereichs im Rahmen eines Sicherheitsgespräches. "Alle waren nett und freundlich, das Gespräch verlief harmonisch und vom gegenseitigem Vertrauen geprägt", so Bernhard Warmuth.

Der Dienstbetrieb gestaltet sich seinen Worten zufolge gegenwärtig nicht einfach, da infolge der Pandemie vieles zu beachten sei. "Wir hatten auf der Dienststelle bisher erfreulicherweise keinen positiven Coronafall zu verzeichnen, allerdings mussten schon manche in Quarantäne", sagt Warmuth. Das Hygienekonzept werde konsequent umgesetzt. Die Pandemie setze viele Schranken, weshalb die Events, die im Jahreslauf im Dienstbereich stattfanden, alle ausfallen mussten. Deshalb habe er auf diesem Gebiet in Ebern noch keine Erfahrungen sammeln können. "Wir sind insgesamt mit dem Verhalten der Bevölkerung, auch was die Regeln infolge der Pandemie betrifft, recht zufrieden", bilanziert Warmuth und appelliert an die Bürger, sich weiter entsprechend den vorgegebenen Regelungen zu verhalten. Ab und zu müsse schon mal eingeschritten werden, wenn Regeln missachtet werden. "Allerdings sind meistens alle einsichtig und versuchen nicht durch irgendwelche Darstellungen ihr Verhalten zu rechtfertigen", erzählt der Vertreter des Dienststellenleiters, der sich in der Inspektion gut angenommen fühlt. Auch das persönliche Verhältnis zu seinem Chef Detlef Hauck stellt Warmuth zufrieden.

Das bestätigt Detlef Hauck und betont: "Wir hatten von Anfang an ein gutes Einvernehmen, was er anpackt, hat Hand und Fuß.". Dass die beiden Leiter gut miteinander können und mit ihren Mitarbeitern ein kollegiales Klima pflegen, erwähnt ein Beschäftigter aus dem Kollegenkreis: "Ja, ich habe bisher den Eindruck, dass unsere beiden Führungskräfte an der Spitze der PI ein gutes Händchen haben."

Bernhard Warmuth versichert, dass er alles tun werde, damit bei der Inspektion Ebern alle Kollegen sich wohl fühlen und ihren Job mit Freude ausüben. Der erfahrene Beamte weiß, dass dazu ein gutes Klima wichtig ist, geprägt von Vertrauen zueinander. Aber: "Mir ist wohl klar, dass man es nicht immer jedem recht machen kann."