Auf dem Beifahrersitz saß seine 67-jährige Ehefrau, die ebenfalls schwer verletzt und mit dem Rettungshubschrauber aus Suhl in eine Klinik geflogen wurde. Sie war zuvor von Helfern der FFW Ebern aus dem Fahrzeugwrack geborgen worden. Wie es zu dem Zusammenstoß mit einem Opel Zafira gekommen ist, blieb zunächst unklar.

Nach Zeugenaussagen und den Spuren am Unfallort, der ein Bild der Verwüstung bot, ergab sich folgender Hergang: Im Opel Zafira waren ein 44-jähriger Mann und sein neunjähriger Sohn aus dem nördlichen Landkreis Bamberg auf der B 279 von Pfarrweisach kommend in Richtung Ebern unterwegs. Kurz vor dem Parkplatz "Sachsenhof" ist der Zafira aus ungeklärter Ursache nach links auf die Gegenfahrbahn geraten, hatte zunächst einen Daimler am Außenspiegel touchiert und war dann mit großer Wucht mit dem VW Bora zusammen geknallt, der dabei einmal um die eigene Achse geschleudert wurde. Beide Fahrzeuge landeten etliche Meter von der Anstoss-Stelle entfernt im Straßengraben.

Die Rettungsdienste waren schnell informiert, da ein ehemaliger Eberner Polizeibeamter sowie die Insassen eines Fahrzeuges der FFW Hofheim, das sich auf einer Bewegungsfahrt befand, zu den ersten Helfern zählten, die an der Unfallstelle eintrafen. Ironie des Schicksals: Im Hofheimer Feuerwehrauto befand sich der Enkel des älteren Ehepaares aus Ermershausen.

Vater und Sohn im Opel Zafira waren ansprechbar, mussten aber ins Krankenhaus gebracht werden. Der Bube wurde vorsorglich,so das Polizeipräsidium in Würzburg, ebenfalls mit einem Hubschrauber ins Klinikum geflogen.
Im Einsatz waren mehrere Rettungsteams des BRK aus Ebern sowie mehrere Notärzte, wobei der Rettungshubschrauber aus Suhl als erster zur Stelle war, da der Eberner Notarzt wegen eines anderen (unerklärlichen) Todesfalles - wie auch eine Eberner Polizeistreife - anderweitig im Einsatz gewesen war. Deshalb waren auch Polizeikollegen aus Haßfurt an der Unfallstelle im Einsatz.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft kam auch ein Sachverständiger an die Unfallstelle. Von seinen Feststellungen erhoffen sich die Beamten genauere Erkenntnisse über den Unfallhergang und die Ursache. Die Unfallstelle war bis in die späten Nachmittagsstunden komplett gesperrt. Unter anderem bei den Bergungs- und Verkehrsmaßnahmen unterstützten die Freiwilligen Feuerwehren aus Ebern, Eyrichshof, Hofheim und Jesserndorf mit etwa 35 Einsatzkräften. Der Rettungsdienst war mit Notärzten, drei Rettungswagen und einem Team der Notfallseelsorge im Einsatz, da viele Angehörige zur Unfallstelle geeilt waren, während auch Unbeteiligte, die auf Besuch gewartet hatten, sich sorgten.