Wieder einmal wälzte sich der Burgpreppacher Faschingszug mit Start an der katholischen Kirche durch den Ort zur TSV-Sporthalle. Einige fantasievoll gestaltete Wagen, dazu zahlreiche ausgelassene Fußgruppen hatten Themen gewählt, die sich ausschließlich mit dem Gemeindegeschehen in Burgpreppach und seinen Gemeindeteilen beschäftigten.
So nahmen die Gemeinfelder aufs Korn, dass bald kein Pfarrer mehr da sein wird, griffen zur Selbsthilfe und gründeten eine Abtei Gemeinfeld, wo sie für Pfarrer und zahlreichen Ordensnachwuchs aus ihren eigenen Reihen sorgten. Fitzendorf demonstrierte, dass ihr kleiner Ort jetzt zu einem Gesundheitszentrum wird. Der Frauenstammtisch warb für den herbeigesehnten Dorfladen, damit der Sektvorrat bei den Stammtischtreffen nicht ausgeht und "dass mer was Neus erfährt." Einstweilen hatten die drei Bürgermeister Hermann Niediek, Günther Stottele und Reinhold Klein einen mobilen Bauch-Dorfladen eingerichtet und verteilten daraus Süßigkeiten an die Schaulustigen am Wegesrand.
Auf Mobbingvorwürfe spielten die Hohnhäuser mit einer großen Fußgruppe an. Der evangelische Pfarrer Peter Bauer deutete seinen Umzug an und fand sich mit Pater Alois Gassner in guter Gesellschaft, denn auch der wird bald wegziehen. Sie trieben mit Sammelbüchsen Spenden für den Unterhalt des Kindergartens ein. Wieder dabei mit einem großzügig gestalteten Wagen war der Chain Gang Skiclub aus Ibind. "Museumsdirektor" Heinz Braunreuter stapfte mit seinem Mitarbeiter Horst Fuchs im Zug mit.
Angeführt wurde der Zug vom Kinderprinzenpaar Sophie I. und Leopold I., selbst zwar noch klein, dafür aber auf dem größten Traktor, gefolgt von Mädchen aus den drei Kindergarden, die der TSV Burgpreppach auf die Beine stellt. Dann im offenen Auto - sie hatten ja extra Kaiserwetter organisiert - das Prinzenpaar Diana III. (Lutter) und Benjamin I. (Stottele). Ihnen folgten zwei der drei Prinzengarden des TSV. Für musikalisch ausgelassene Stimmung sorgten die Leuzendorfer Musikanten, der fünften Jahreszeit entsprechend in Faschingsgewänder gehüllt. Nicht fehlen durften die Kindergartenkinder, denn zugunsten des Kindergartens Burgpreppach wurde ja der Umzug gestaltet.