"Wir finden den Vortrag super. Er motiviert uns total." Nele Reuß, Lena Schraudner, Maren Bernard und Tiffany Ketz vom Regiomontanus-Gymnasium Haßfurt haben mit gut 400 Schülern des Haßfurter und des Eberner Gymnasiums den Persönlichkeits- und Motivationstrainer Christian Bischoff im "Silberfisch" am Schulzentrum erlebt, wo er auf Einladung der Sparkasse Ostunterfranken den 4. Sparkassen-Studententag mit seinem Vortrag "Mach den positiven Unterschied!" gestaltete.

"Dass er 70 Minuten reden konnte, ohne dass es langweilig wurde, fand ich sehr beeindruckend", ergänzte Yvonne Vonhausen aus der Q11 des Regiomontanus-Gymnasiums. "Er war sehr beeindruckend und hat mich wirklich motiviert, mir mehr Gedanken über meine Ziele zu machen. Denn noch weiß ich nicht genau, was ich eigentlich will."

Alles ist möglich


Auch Veith Remler aus der Q12 in Haßfurt bewertete den Auftritt positiv. "Er hat mir zwar kein neues Wissen vermittelt. Aber er hat etwas in mir ausgelöst und mir Mut gemacht. Denn er hat gesagt, dass ich das, was ich will, auch erreichen kann."

Ähnlich äußerte sich sein Freund Philip Morgan: "Das meiste war mir schon bekannt. Ich finde es aber toll, dass er offen gesagt hat, was er denkt, und auch die Schule und das Lernsystem kritisiert hat. Außerdem hat er es geschafft, den Zuhörern zu verdeutlichen, was sie falsch machen, ohne sie anzugreifen.
Ich hoffe, dass jetzt viele positiver auf ihre Mitmenschen reagieren werden." Er sei schon jetzt bemüht, viele Dinge zu tun, die Bischoff für wichtig erachte. Wie zum Beispiel den Blickkontakt mit dem Gegenüber aufzunehmen oder anderen etwas Positives zu sagen. "Wenn alle das machen würde, wäre die Welt schöner", so der Schüler.

Für den Studententag nur den Besten


Sparkassen-Vorstandsmitglied Andreas Linder freute sich, dass 74 Schüler des Friedrich-Rückert-Gymnasiums Ebern, 333 Schüler des Regiomontanus-Gymnasiums Haßfurt sowie 14 Lehrer gekommen waren. Die Sparkasse sei seit ihrer Gründung vor 175 Jahren mit den Menschen in der Region verbunden und sowohl traditionsbewusst als auch modern, sagte er.

Das soziale und regionale Engagement unterscheide sie vor allem von den Privatbanken. So schütte man alleine im Jubiläumsjahr 175   000 Euro aus. "Für den Studententag haben wir nun den ehemaligen Spieler und Trainer aus dem Basketball-Profisport gewinnen können, der heute ein gefragter Persönlichkeits- und Motivationstrainer ist", teilte er mit.

Jeder fängt klein an


"Auch ich habe einmal klein angefangen", betonte Christian Bischoff, der die Schüler immer wieder zum konzentrierten Zuhören und zur gegenseitigen Motivation aufrief. Schlagwörter wie Blickkontakt, Konzentration, Selbstvertrauen oder Selbstdisziplin verstand er durch kleine Übungen und Spiele gekonnt und humorvoll, pragmatisch und eindringlich mit Leben zu erfüllen.

"Es kommt auf Deinen Charakter und Deine Persönlichkeit an, nicht auf Dein Aussehen, nicht auf die Schule, die Lehrer oder Deine Eltern", sagte er. "Nur wer volle Verantwortung für sein Leben übernimmt, hat die besten Chancen." Die wichtigste Frage sei: Was will ich wirklich?, schärfte er den Zuhörern ein und erklärte: "Die Antworten kommen aus Deinem Herzen. Deshalb folge immer Deinem Herzen!"

Leider werde in der Schule und an der Universität immer nur gelehrt, den Kopf zu gebrauchen. Dabei sei das, was das Herz sage, der Schlüssel zum Erfolg. Hinzu komme, dass man jeden Tag etwas dafür tun müsse, sein Ziel zu erreichen. "Dirk Nowitzki wäre heute nicht unter den zehn besten Profibasketballern, wenn er nicht irgendwann einmal eingesehen hätte, dass er dafür hart trainieren muss", sagte Christian Bischoff, der früher mit dem heutigen Star in der Jugendnationalmannschaft gespielt hatte.
Wer Talent habe, aber keine Selbstdisziplin, der werde nicht erfolgreich. Jeder Meister seines Fachs habe einmal als "totale Katastrophe" begonnen. "Doch wer aus Fehlern lernt und dann gute Entscheidungen trifft, kommt auch ans Ziel", betonte Christian Bischoff.

Das Aussehen ist egal


Konzentration, Selbstvertrauen und Disziplin könne man lernen und trainieren. Wenn sie sich dann mit Respekt, Ausdauer, Unerschrockenheit gegenüber Neuem, dem positiven Umgang miteinander und ein klein wenig Glück paarten, könnten einmal gesteckte Ziele auch erreicht werden. "Das Wichtigste bei der Berufswahl ist, dass Du Dir die Frage beantwortest: Was macht mir wirklich Spaß?", betonte der Trainer und ergänzte: "Deine eigene Entscheidung ist der entscheidende Faktor, wie sich Dein Leben entwickelt." Um die eigenen Fähigkeiten zu entdecken, empfahl er den Schülern das Buch "Entdecken Sie Ihre Stärken jetzt" von Marcus Buckingham. Zum Schluss seines mit viel Beifall bedachten Vortrags machte er den Schülern noch einmal Mut: "Es ist egal, wie Du aussiehst. Du bist gut, so wie Du bist!" ul