Hubert Karl aus Zeil kann über 300 Kilometer am Stück laufen. Erzbischof Ludwig Schick aus Bamberg geht jeden Morgen joggen. Beide sind demnächst zu Gast in der Reihe "Begegnungen" bei den "Fränkischen Gschichten" im neuen Digitalkanal BR-Heimat des Bayerischen Rundfunks. Ausgestrahlt wird die Sendung am Karsamstag, 4. April, von 15.05 bis 16 Uhr, wie der Bayerische Rundfunk mitteilte.

Zwei Persönlichkeiten, die sich im Alltag nicht begegnen, haben eine Stunde Zeit, miteinander zu reden. Das ist das Konzept von BR-Moderator Eberhard Schellenbergers Sendereihe "Begegnungen". Auf diese Weise trafen schon der Benediktinerpater Anselm Grün auf den Wirtschaftsweisen Peter Bofinger, der Fränkische Weinbaupräsident Artur Steinmann auf Markus Stodden, den Chef der Kulmbacher Brauerei, sowie die Würzburger Kabarettistin Heike Mix auf Dr.
Rainer Schäfer, den Leiter der Palliativstation am Würzburger Juliusspital.

Spannend

Und so war es auch diesmal spannend: Bis zur Aufnahme der Sendung Mitte März wussten die beiden Gäste nicht, dass sie sich begegnen: der Ultralangläufer Hubert Karl aus Zeil und der Hobbyläufer Erzbischof Ludwig Schick aus Bamberg. Es brauchte aber nicht viel Zeit und sie hörten sich beide mit viel Interesse zu, als sie sich im Bamberger Bischofshaus gegenüber saßen. Der Erzbischof staunte über die Erfolge des Ultralangläufers: 457 Kilometer beim Friedenslauf von Hiroshima nach Nagasaki. Oder der Spartathlon: 245 Kilometer von Athen nach Sparta. Hubert Karl sagt über sich: "Die meisten Menschen haben einen gesunden Körper geschenkt bekommen. Dieses Geschenk gilt es zu hüten, zu bewahren und zu schätzen. Meine Aufgabe sehe ich darin, Menschen auf dem Weg zu einem bewussteren Umgang mit diesem kostbaren Gut durch Bewegung zu unterstützen und zu begleiten."

Hubert Karl hörte anschließend aufmerksam zu, als der Erzbischof von seinem täglichen Laufpensum berichtete. Aufstehen um 5 Uhr, dann bis zu fünf Kilometer und er sagt über sich: "Wer viele Stunden am Tag arbeitet, sich viel in Sitzungen aufhält und oft im Auto unterwegs ist, braucht den Ausgleich, um fit zu bleiben und leistungsfähig. In Maßen betrieben, kann der Ausdauersport zu einem Lebenselixier werden, das man nicht mehr missen mag. Wenn ich drei Tage nicht laufe, werde ich unruhig und nervös, kann weniger gut arbeiten."

Sportliche Bibelsprüche und Lieblingsmusiken von Santana bis Beatles rundeten die muntere Unterhaltung ab. Am Ende vereinbarten Bischof und Lauftherapeut, dass sie sich mal abseits der Öffentlichkeit im Laufstudio von Hubert Karl treffen. Dann will sich der Erzbischof vom Laufprofi vermessen lassen.