Die Polizei schilderte jetzt den genauen Hergang des Unfalls am Montag bei Ebern. Die Ursache ist offenbar ein Vorfahrtsfehler der Autofahrerin. Die Unfallermittlungen führt die Polizei Ebern.

Laut Polizeiangaben war der 18-jährige Zweiradfahrer aus dem Kreis Bamberg mit seiner KTM kurz vor 19.30 Uhr auf der Staatsstraße zwischen Untermerzbach und Ebern unterwegs. Zeitgleich näherte sich eine Opel-Fahrerin aus Richtung Fierst. Sie wollte an der oberen Einfahrt nach links Richtung Untermerzbach einbiegen. Hierbei übersah die 60-Jährige, die aus dem Landkreis Haßberge stammt, offenbar das Zweirad; es kam zum Zusammenstoß.
Der 18-Jährige erlitt schwere Verletzungen und wurde nach der Erstversorgung durch Ersthelfer und den Rettungsdienst von einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht. Die Frau am Steuer des Autos kam mit dem Schrecken davon.

Zur Klärung des genauen Unfallhergangs und der Ursache für die Kollision kam auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in Bamberg ein Sachverständiger an die Unfallstelle. Die Staatsstraße war, wie die Polizei weiterhin schilderte, für die Unfallaufnahme, die Bergungs- und Aufräumarbeiten bis in die späten Abendstunden gesperrt.

Ein Lob spricht das Rote Kreuz den Ersthelfern aus. Sie haben "hervorragend reagiert", teilte der Rettungsdienst Haßberge mit. Die drei Ersthelfer, die unmittelbar nach dem Zusammenstoß an die Unfallstelle gekommen waren, leisteten großartige Unterstützung. Während eine junge Frau aus einem Eberner Stadtteil sofort den Notruf unter 112 absetzte und die Unfallstelle absicherte, kümmerte sich ein Ehepaar aus dem Landkreis Coburg um den bewusstlosen Schwerverletzten.



Die beiden nahmen dem Motorradfahrer den Helm ab, brachten ihn in die stabile Seitenlage und kümmerten sich bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes um den jungen Mann. "Die Ersthelfer haben absolut richtig gehandelt", lobt der Rettungssanitäter Michael Will, beim Rot-Kreuz-Kreisverband Haßberge für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig, deren Verhalten an der Unfallstelle. "Bei einem bewusstlosen Motorradfahrer muss grundsätzlich der Helm in schonender Art und Weise abgenommen werden." Nur so könne ein Bewusstloser, der noch eigenständig atmet, sicher in eine stabile Seitenlage gebracht werden. Will: "Damit wird verhindert, dass ein Bewusstloser an Erbrochenem oder Blut erstickt.". red