Die Gemeinde Ermershausen will etwas gegen leerstehende Gebäude im Gemeindebereich tun und sich in der Gemeindeallianz Hofheimer Land entsprechend einbringen. Im Blick sind Kaufinteressenten für leerstehende Gebäude, die bisher etwa vier bis sechs Beratungsstunden durch einen Architekten vergütet bekommen konnten.


Regierung übernimmt 60 Prozent

Laut Bürgermeister Günter Pfeiffer wurde dies bisher in Ermershausen zwar noch nicht in Anspruch genommen, aber für einen Zeitraum von drei Jahren sollen acht Stunden Beratung durch einen Architekten möglich sein, für denkmalgeschützte Objekte gar zehn Beratungsstunden. Sechs Büros hat die Regierung hierfür in einem Architektenpool zur Auswahl.
Die Kosten - eine Stunde schlägt mit 75 Euro zu Buche - wird zu 60 Prozent die Regierung von Unterfranken im Rahmen der Städtebauförderung tragen, 40 Prozent müsste die Gemeinde berappen.
Andreas Dellert von der VG Hofheim führte weiter aus, dass dieses Angebot für eine einmalige Erstberatung gilt, um mit Kaufinteressenten hinzuschauen, was trotz eines möglicherweise schlechten ersten Eindrucks mit dem Objekt zu machen ist, wo Problemstellen sind, was es kosten könnte und was schließlich Schönes aus einem alten Bestand werden könnte. Möglichen Interessenten soll begleitend Sicherheit gegeben werden für das einzugehende Wagnis. Anträge müssen über die Stadt Hofheim als die Leitkommune der sieben Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft gestellt werden. Der Gemeinderat stimmte diesem Beratungsprojekt einstimmig zu.
Einen Zuschuss von 310 Euro als Ausgleich für nicht gedeckte Omnibuskosten erhalten der Haßbergverein und die Trachtengruppe Ermershausen. Sie werden am Oktoberfestumzug in München wieder einmal die Gemeinde Ermershausen repräsentieren. Man war sich im Gremium einig, "dass diese Gruppe Fantastisches leistet". "Da ist bei 310 Euro kein Euro zu viel" konstatierte der Bürgermeister.
Noch vor dem eigentlichen Beginn der Sitzung traf sich der Gemeinderat am Kinderspielplatz. Dort erläuterte Bürgermeister Günter Pfeiffer, welche Spielgeräte bei der jüngsten Überprüfung beanstandet wurden und die jetzt ersetzt bzw. instandgesetzt werden sollen. Es sind dies das Karussell und das Klettergerüst sowie die Balancierbrücke. Außerdem sollen eine Wippe und eine wetterfeste Tischtennisplatte installiert werden. Über vorliegende Angebote und Kosten wurde später im nichtöffentlichen Sitzungsteil verhandelt.
Der Gemeinderatsbeschluss, Abwasserschächte und Trinkwasserschieber anzuheben, war zurückgestellt worden, wird aber in Bälde umgesetzt werden.
Im Rahmen des Förderprogramms Bayern-WLAN soll im Bereich Rathaus - Feuerwehrhaus ein freier Bereich eingerichtet werden. Die Einrichtung würde bezuschusst, die monatlichen Unterhaltskosten würden sich auf 31 Euro belaufen. Man will sich zunächst einmal beraten lassen.
Die offizielle Einweihung des Radweges von Ermershausen nach Eichelsdorf wird am 16. Juli um 11 Uhr in Ermershausen an der Abzweigung nach Birkenfeld gefeiert. Neben den Gemeinderäten der tangierten Gemeinden Ermershausen, Maroldsweisach, Hofheim und Bundorf ist auch die gesamte Bevölkerung herzlich eingeladen - auch zum anschließenden Umtrunk in der Sporthalle.
In der Zeit vom 18.Juli bis 8. August ist die Straße zwischen Maroldsweisach und Ermershausen auch für Fahrzeuge mit Sondergenehmigung wie Rettungsdienste, Schulbusse und landwirtschaftliche Fahrzeuge nicht passierbar.
Die Raiffeisen-Volksbank Ebern hat der Gemeinde Ermershausen auf ein Schreiben wegen einer Schließung der Zweigstelle geantwortet. Die Bank bleibt bei der klaren Aussage, die Zweigstelle zu schließen.
Hierzu verlas Gemeinderat Volker Pfeiffer eine von Alexandra Eiring verfasste Petition, die in den Ermershäuser Geschäften ausgelegen hatte und von über 400 Personen unterschrieben wurde. Dass die Unterzeichner aus 33 verschiedenen Orten kamen, unterstreicht nach Meinung von Pfeiffer den weiten Einzugsbereich der Geschäftsstelle. In der Petition wird zum Ausdruck gebracht, dass man in Ermershausen die Schließungsabsicht aus wirtschaftlichen Überlegungen nicht nachvollziehen könne, weil gleichzeitig in Maroldsweisach ein neues Bankgebäude errichtet werden soll. Wirtschaftliche Überlegungen stünden im Mittelpunkt, nicht der Blick auf die betroffenen Menschen und die Gemeinden, für die eine Schließung eine Schwächung bedeute. Der Bürgermeister wird die Petition an den Adressaten weiterleiten.