Leistungsdruck herrscht schon bei den Jüngsten. Schaffen es bayerische Viertklässler nicht auf einen Notenschnitt von 2,33 in den drei Hauptfächern, dann ist die direkte Qualifikation fürs Gymnasium - und damit der Traum vieler Eltern - dahin.

Sabine Biwo, Lehrerin der 4a an der Eltmanner Grundschule, findet die Übertrittszeugnisse sinnvoll: "Noten schaffen Vergleichbarkeit. Die brauchen wir." Klar, die Zahl an Tests (Proben) sei in der vierten Klasse höher als zuvor - und damit steige auch der Druck. Aber: "Auf dem Gymnasium wird es nicht leichter."

Das Übertrittszeugnis ist in Bayern umstritten. Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) kritisierte das System jüngst scharf in den Medien: Viele Kinder seien erschöpft und ausgebrannt, ihre Eltern mit den Nerven am Ende und Lehrkräfte frustriert.