Lautstark unterstützt wurden sie von weiteren 200 großen und kleinen Fans. Acht "Mini-Kicker"-Teams im Alter bis zwölf Jahren und zwölf Teams von den älteren "Maxi-Kickern" (13 bis 20 Jahre) kämpften um den Wanderpokal, den der damalige Oberministrant Florian Mantel 1999 mit Pastoralreferent Johannes Eirich (beide Ebelsbach) und weiteren Helfern ins Leben gerufen hat.
Doch bevor die ehrenamtlichen Unparteiischen Sven Gonnert (Zell), der nebenberufliche Diakon Michael Peter aus Oberschwappach, Zeils Pfarrer Michael Erhart und der Knetzgauer Pastoralreferent Volker Krieger, auch als Spielleiter im Einsatz, die Partien anpfiffen, war nochmals "Alltag" angesagt. Bei einer Wortgottesfeier in der Zeiler Pfarrkirche gingen die beiden Hauptorganisatoren, Johannes Eirich und Dekanatsjugendseelsorger Werner Firsching aus Gereuth, der Frage nach, warum sich Sportler, auch Fußballer, vor einem Wettkampf oder Spiel bekreuzigen. "Was wir gerne machen, das können wir meistens recht gut", erklärte Firsching. Gott wünsche sich von den Menschen, dass sie diese Hobbys, diese Talente pflegen, weil sie sie selbst bereichern und die Menschen, mit denen sie zu tun haben. "Manche Menschen werden so zu Vorbildern und andere eifern ihnen nach."
Was taugen Vorbilder?


Ebenso wurden Fragen bezüglich der Bundesliga oder der bevorstehenden Europameisterschaft besprochen: Welche Vorbilder gibt es beim Fußball? Was macht sie so vorbildlich? Wie wirkt es, wenn sich gute Fußballer vor Anpfiff bekreuzigen oder wenn sie als Mannschaft - Brasilien ebenso wie Ghana bei der Weltmeisterschaft - nach dem Spiel gemeinsam beten? "Worum beten sie wohl?", fragte Werner Firsching und gab direkt die Antwort: "Sicher nicht nur, dass sie das Spiel gewinnen. Sondern vielmehr, dass sie alle fair spielen, das richtige Entscheidungen getroffen werden, dass sie selber und auch die Gegner nicht zu Schaden kommen und dass sie das ins Spiel einbringen können, was ihre Stärke ist." Das Gebet oder das Kreuzzeichen zeige den gläubigen Spielern, dass sie nicht allein auf das Spielfeld gehen, sondern dass Gott bei ihnen ist - egal, wie das Spiel ausgeht.

Sieger aus Sand und Eltmann


Die beiden Siegermannschaften aus Sand (Mini-Kicker, 3:1 im Finale gegen Unterhohenried) und Eltmann (Maxikicker, 7:0 gegen Ebelsbach) bekamen von Johannes Eirich sowie Werner Firsching am Ende die Wanderpokale überreicht. Sie haben sich damit, ebenso wie die beiden Verlierer, für die Diözesanmeisterschaft qualifiziert, die am 17. März in Bad Königshofen ausgetragen wird. Das Motto "Dabei sein ist alles" galt für die zwei Teams der Eberner Ministranten, denn sie kassierten zusammen 23 Gegentreffer und trafen selbst nur zwei Mal ins Schwarze.

Lautstarke Fans


Den Fanpreis für die beste, kreativste und lauteste Unterstützung ihrer Freunde, "erschrien" sich derweil die mit Vuvuzeelas, Mini-Megaphonen und Transparenten ausgerüsteten Anhänger der Pfarreiengemeinschaft aus Theres und Unterhohenried. Michael Schwarz aus Wonfurt, Torwart der Thereser "Maxi-Kicker", war nicht nur deshalb begeistert von der Veranstaltung. "Es ist einfach schön, dass wir auch außerhalb der Kirche eine gute Gemeinschaft haben", meinte der 16-Jährige. Gleichzeitig lobte er die gute Stimmung, zu er während der Spielpausen ebenso aktiv beigetragen hat. "Das macht einfach Spaß." Ob es schöner ist, am Altar zu stehen oder auf dem Spielfeld, darauf hatte er schnell eine Antwort parat: "Ministrieren ist schon ganz gut", meinte Schwarz und schob ein dickes "Aber" gleich hinterher. "Als Abwechslung macht Fußball natürlich schon viel Spaß."


Folgende Mannschaften waren am Start:



Mini-Kicker: Unterhohenried, Bundorf/Ostheim, Knetzgau, Theres I und II, Haßfurt, Zell und Sand. Maxi-Kicker: Haßfurt, Theres, Hofheim, Kerbfeld, Sailershausen, Ebern I und II, Knetzgau, Ebelsbach,Goßmannsdorf/Gemeinfeld, Eltmann und Zell.