"Ich kann zwar mit keinen Bundestags- oder Landtagsabgeordneten aufwarten, dafür sind wir an keine Partei gebunden. Wir machen alles alleine." Hojer gab zunächst ein paar Infos über die 1952 gegründete CBB und verwies auf die über die Jahre stetig gewachsenen Stimmanteile. Aktuell stellt die CBB den Bürgermeister und sechs Stadträte und wurde bei der Wahl 2008 erstmalig stärkste Gruppierung. Danach durften sich die 16 Kandidaten für den Stadtrat selbst vorstellen, unter ihnen sind auch alle sechs momentan aktiven Stadträte. Von den 28 Stimmberechtigten wurde die Stadtratsliste einstimmig verabschiedet.

Hojer zeigte dann den Wahlkampf-Flyer der CBB aus dem Jahr 2008. Hinter alle Punkte, die abgearbeitet werden konnten, machte er einen Haken. Dazu gehörten zum Beispiel die Erweiterung der Stadtbücherei, die Weiterentwicklung des Schulstandortes, der Ausbau der Jugendarbeit und die Konsolidierung der Finanzen.

Er nannte auch wichtige Aufgaben für die Zukunft, etwa den Bau einer Mehrzweckhalle zur Stärkung von Schule und Vereinen, die Renovierung des Heimatmuseums, den Ausbau der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz in Zusammenarbeit mit den Regionalwerken und die Stärkung der Innenstadt. Ebenso sei ein schnelles und leistungsfähiges Internet für Stadt und Stadtteile eine wichtige Voraussetzung, um für Einwohner und Gewerbetreibende attraktiv zu bleiben. Es gelte auch weiterhin, Baunach als Gewerbestandort zu fördern, die Diskussion um die Umgehungsstraße weiterzuverfolgen und den Fremdenverkehr auszubauen.

Nachdem in der letzten Stadtratssitzung sowie in den Nominierungsversammlung der anderen Bürgermeisterkandidaten (Andrea Weigler, CSU, und Peter Großkopf, SPD) das Thema Transparenz aufkam, bezog Hojer auch hierzu Stellung. "Wir von der CBB sind immer im Dialog mit den Bürgern, jeder kann jederzeit zu mir ins Rathaus kommen. Wir brauchen keine Gartenzaungespräche und keine Kirchweihrundgänge, da wir immer präsent und ansprechbar sind. Der Unterschied zur CSU und SPD ist lediglich: Wir schreiben das nicht ins Mitteilungsblatt."

Auch zum Stichwort Bürgerversammlungen hatte Hojer etwas zu sagen: "Klassische Bürgerversammlungen, bei denen der Bürgermeister vorne steht und sich selbst beweihräuchert, sind out." Sinnvoll seien sie bei besonderen Themen wie etwa in Priegendorf zum Thema Vorranggebiet für Windenergie oder 2014 zum Kanalbau in Godeldorf und Godelhof.

Einstimmig wurde Ekkehard Hojer anschließend zum Bürgermeisterkandidat der CBB gewählt. Ebenfalls beschlossen wurde, eine Listenverbindung mit der CWU einzugehen. Die bisherige Listenverbindung mit der SPD wird die CBB, nachdem die SPD einen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufgestellt hat, nicht bestehen lassen.

Die Kandidaten
1. Ekkehard Hojer
2. Sonja Reichert
3. Tobias Roppelt
4. Thomas Distler
5. Peter Strohmer
6. Ingrid Ehnes
7. Robert Eichelsdörfer
8. Thomas Schmid
9. Jürgen Dremel
10. Elmar Gruß
11. Cornelia Schuler
12. Luigi De Vita
13. Johannes Reich
14. Bastian Czepluch
15. Axel Schmidt